Audi Q7 Exterieur statisch Front
Audi, die Erfinder des Riesen-Eis Q7,...
 

Gebt der Welt mehr Porsche

Wer zukünftig im VW-Konzern die SUV baut und was Porsche so machen soll.

14.12.2010 Online Redaktion

VW Touareg, Audi Q7 und Porsche Cayenne. Das sind die Big Three im VW-Konzern. Für deren (Weiter)Entwicklung war bislang die Marke Porsche zuständig. Doch in Zukunft übernimmt Audi diese Aufgabe, berichtet die Financial Times Deutschland.

2011 ist das Jahr, in dem Porsche endgültig in den VW-Konzern eingegliedert werden soll. Porsche soll dabei die Entwicklungshoheit für Sportwägen und den Modulbaukasten für große Luxuslimousinen (u.a. Panamera) behalten, wie VW-Chef Martin Winterkorn den Porsche Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung versprach. Der Modulbaukasten kann als Fundament des VW-Erfolgs verstanden werden. Er ermöglicht den Einsatz verschiedener Teile in gleich mehreren Modellen. Markenübergreifend.

Indes scheinen sich Winterkorn und Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück uneins über die Entwicklungspläne der Sportwagenmarke zu sein. Der VW-Chef will mittelfristig den Absatz von Porsche von derzeit 82.000 Fahrzeugen pro Jahr auf 150.000 Stück steigern. Gelingen soll dies unter anderem mit dem neuen Cajun – also dem kleinen Bruder des Cayenne.

Gegen den Cajun hat Hück an sich nichts. Das Kompakt-SUV soll jüngere Kunden als bisher zu Porsche locken. Wichtig sei nur, so Hück zur dpa, das ein Porsche ein Porsche bleibe. Innen wie außen. Und das sei beim Cajun der Fall. Bei dem ambitionierten Absatzziel sieht es anders aus. 150.000 Porsche pro Jahr seien nur realistisch, wenn die Marke sich preispolitisch nach unten orientiert, gaubt Autoexperte Stefan Bartzel. Doch ergebe es keinen Sinn, 150.000 pro Jahr zu bauen, wenn man damit weniger Gewinn mache als mit 100.000, erklärte Hück der dpa weiter.

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