Rover 620 Klimt Edition stat voli
Man muss es nicht unbedingt als Auto sehen.
 

Neues von der Kunst

Von: Gustav Klimt. Für: 25.000,- Mit: Musik.

20.06.2012 Online Redaktion

Das ist nicht das, wonach es aussieht. Kein Proleten-Tuning, kein Wörthersee-Gejohle, kein Biertank (obwohl wir uns bei letzterem nicht so sicher sind). Der Rover, den Sie oben sehen, ist das Werk eines unermüdlichen Liebhabers der klassischen Künste. Deshalb läuft auf der massiven Dolby-5.1-Anlage kein Tiesto oder Deichkind, sondern Gustav Mahler oder Richard Strauss – Zeitgenossen eben von Gustav Klimt, der sich für das Außendesign verantwortlich zeigt und aus dem schnöden Rover-Plattfisch der 90er-Jahre ein hinreißendes Jugendstilwerk gemacht hat. Das Motiv auf den Türen heißt bewegtes Wasser, passend dazu die Wellenformationen auf dem Dach und die Kringel rundherum. Und natürlich alles gold, wie es dem Meister gefiel.

Auch im Innenraum. Autoradio gibt es übrigens keines, dafür einen Mac Mini, der das Soundsignal optisch in einen PxA-H701-Prozessor schickt (Zitat: „Der Irrsinn !“). Und weil die Straße vor dem Fenster so gar nicht Jugendstil ist, gibt’s einen 22-Zoll-Fernseher, der mit einer Fernbedienung in Position gebracht wird. Dort kann man dann, äh, Stummfilme anschauen. Mit Richard Strauss unterlegt. Das gibt ein Beben.

Der Rover ist ein Schnäppchen, weil ungefähr das Dreifache der Verhandlungsbasis in das Auto hineingesteckt wurde und wenn die britische Qualität mal schlapp macht, ist das auch egal, weil so ein Klimt macht sich auch im Garten gut als Kunstinstallation. Der Verkäufer sagt: „Dieser Rover ist einzigartig !“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Danke an Werner Müller für den Hinweis!

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