Mahindra Goa
Ein Einzelstück aus Guttaring.
 

Indische Messlatte

Falls einem der Jeep Willys nicht exotisch genug ist.

28.02.2012 Online Redaktion

Land Rover kokettiert derzeit mit einem Evoque Cabrio. Aber mal ehrlich: die Idee ist weder neu, noch frech, evo- oder gar revolutionär. Die ganze Nische der Allradler begann offen.
Der Jeep Willys ? Offen.
DKW Munga? Offen.
Land Rover Serie I? Offen.

Damals brauchten Offroader kein Dach, weil sie ja ein Loch im Boden hatten, durch das Wasser ablaufen konnte. Sei es Regen- oder Flusswasser. Denn damals musste man noch Flüsse queren. Die Idee, das Wasser von vornherein gar nicht erst ins Auto zu lassen ist – SUV-geschichtlich betrachtet – also eher neu.

Das Evoque Cabrio wird aber noch ein bisserl auf sich warten lassen. Doch wir haben bei den Gebrauchtwagen etwas gefunden, dass einem die Zeit verkürzt. Mahindra ist das Zauberwort. Jeep und DKW schließen wir von vornherein aus, weil sie stets diese Militär-Attitude vor sich hertragen, auch wenn man sie noch so bunt anmalt.

Sich für einen Mahindra Gebrauchtwagen zu entscheiden, um sich die Wartezeit auf einen Land Rover Neuwagen zu verkürzen, beweist auch ein gehöriges Maß an Ironie. Schließlich ist die einst britische Marke seit März 2008 in indischer Hand. Mahindra begann 1954 mit dem Lizenzbau von Jeep-Modellen und feierten eine einzige Erfolgsgeschichte. Statt die Autos nur zusammen zu setzten, produzierte das Unternehmen immer mehr Einzelteile selbst.

Mahindra wurde selbst zu einem wichtigen Kooperationspartner – schließlich lockt ein ganzer Subkontinent voller potentieller Kunden die europäischen Partner. Der Dacia Logan wird dort zum Beispiel als Mahindra Renault aufgelegt.

Aber zurück zum Goa CJ 540 D. Bei diesem Gebrauchtwagen handelt es sich – wie man unschwer erkennt – um ein Einzelstück. Die Farbe, die Aufbereitung. Das erklärt auch den Preis von fast 12.000 Euro.

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