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Der Panzer-Monster-Gigant-Rhinozeros-SUV

George S. Patton war ein General im Zweiten Weltkrieg, 1970 wurde sein Leben verfilmt. Jahrzehnte später erfreuen sich die Chinesen an einer fahrenden Panzer-Attrappe mit selbigem Namen.

05.05.2015 Press Inform

Bevor die apokalyptischen Reiter im Galopp über uns herfallen und das Zeitalter der Automobilität, so wie wir sie kennen, beenden müssen unbedingt noch 11 Dinge erledigt werden. Sobald die Apokalypse dann eingetroffen ist gibt es 20 Autos die speziell geeignet sind um möglichst lange zu überleben. Eigentlich 21. Den der G. Patton Rhino GX lässt das Herz aller Sicherheitsfanatiker höher schlagen, zumindest auf den ersten Blick…

USSV bietet viel Schutz

Gepanzerte Fahrzeuge erfreuen sich nicht erst seit diesem Jahr einer gesteigerten Nachfrage. Mit der Anzahl der Superreichen steigt auch die der sowohl offensichtlichen als auch nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennenden, Sonderschutzfahrzeuge. Diesen Trend lässt sich der kalifornische Umrüster US Specialty Vehicles, kurz USSV, nicht entgehen und bietet genau solche fahrenden Festungen an. Allerdings würden die Fahrzeuge kaum einer kleinen Vorortschießerei standhalten.

G. Patton USSV Rhino GX (9)
© Bild: Werk

Schein ist alles?

Firmengründer Tim Tang betont: „Wir haben Millionen von Dollar in die Entwicklung der Anbauteile investiert.“ Unterm Strich bleibt allerdings auch ihm nur die Erkenntnis, dass „der G. Patton Rhino GX so aussieht wie ein gepanzertes Fahrzeug – aber keines ist.“ Seine Erklärung ist recht simpel: „Männer mögen Geschwindigkeit, Kraft und Luxus – jedes dieser Dinge. Sportfahrzeuge sind auf Geschwindigkeit ausgelegt, aber nicht auf Kraft oder Stärke. Gepanzerte Fahrzeuge zeigen Kraft und Stärke. Aber da ist irgendwie nichts dazwischen.“ Naja, ob der auf einem Ford F 450 Super Duty aufbauende SUV da den perfekten Hybriden darstellt, sei einmal dahingestellt. Damit der normalerweise mit einer Zwillingsbereifung an der Hinterachse ausgestattete Pick Up neben seinem Äußeren auch noch einen satten Raumgewinn verzeichnen kann, bedient sich USSV eines cleveren Tricks: Die hinteren, inneren Reifen werden weggelassen und an der Vorderachse eine Spurverbreiterung installiert.

80 Exemplare sind schon bestellt

So offenbart sich auf einer Länge von bis zu 6,10 Meter beim Siebensitzer und einer Breite von 2,44 Meter eine Lederlandschaft mit Holzdielenboden und einem gewaltigen Flachbildschirm. Jetzt beginnt auch der letzte Zweifler zu verstehen, was es mit der fahrenden Fassade eigentlich auf sich hat. In einem Land, in dem die Großstädte viele hundert Kilometer weit auseinanderliegen können und die Flugverbindungen nicht allzu gut sind, bleibt manchmal nichts anderes übrig als der Landweg. Und warum sollte einer der rund 2,5 Millionen Millionäre oder 2.100 Milliardäre in China während dieser Zeit auf Luxus in Kombination mit einer zumindest dem Anschein nach angemessenen Panzerung verzichten? Aktuell haben sich daher schon knapp 80 für eine solche Attrappe entschieden.

G. Patton USSV Rhino GX (12)
© Bild: Werk

Ein amerikanischer Held

Damit die Fahrt nicht nur gemütlich, sondern auch stets mit Dampf vorwärts geht, gibt’s einen 6,8 Liter großen V10-Benzinmotor. 367 PS und 610 Newtonmeter werden unter der gewaltigen Motorhaube erzeugt und per Fünfgang-Automatik an alle vier angetriebenen Räder weitergeleitet. Zumindest solange, bis der 151 Liter große Treibstofftank leer ist. Bei einem Kampfgewicht von 3,5 Tonnen und 38 Zoll großen Rädern dürfte nach gut 500 Kilometern der erste Tankstopp anstehen. Dort könnte dann ein völlig desillusionierter Range Rover-Fahrer, dessen Fahrzeug wie die Miniaturausgabe des G. Patton aussieht, nach der Herkunft des Namens fragen. Die Antwort kennen seine Besitzer jedoch fast schon aus dem Effeff: „Der 1970 erschienene Film Patton mit George C. Scott in der Hauptrolle, war der erste westliche Film, der im lokalen Fernsehen in China ausgestrahlt wurde, als China sich so langsam aber sicher dem Rest der Welt öffnete. George Patton ist ein Name, den jeder Chinese liebt. Ein amerikanischer Held“, schwärmt Tim Tang vom 1945 in Heidelberg verstorbenen Vier-Sterne-General George Smith Patton.

Kleiner Bruder steht in den Startlöchern

Auf der diesjährigen Tuningshow SEMA im Spielerparadies Las Vegas stellt USSV sein zweites Modell, den Rhino JX vor. Der auf einem Jeep JK Chassis basierende Sonderling stellt einen günstigen Einstieg in die Welt der Alibi-Sonderschutzfahrzeuge dar. Mit knapp 60.000 Euro liegt er rund 100.000 Euro unter dem in den USA für den Rhino GX aufgerufenen Preis. In China kosten solche Fahrzeug dank einer gewaltigen, vom Spritverbrauch abhängigen Steuer, schnell mal das Dreieinhalbfache. Der G. Patton Rhino GX kostet daher 550.000 Euro.

Wer Interesse hat, kann den G. Patton im Internet bestellen!

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