Forderungspaket für Erdgasfahrzeuge

ÖAMTC, FGW, Fiat, Opel und VW präsentieren Forderungspaket an die nächste Bundesregierung: Umstieg auf Erdgasfahrzeuge soll attraktiver werden.

27.07.2013 APA

Wie eine Umfrage gezeigt hat, hängt der geringe Anzahl von Erdgasfahrzeugen am österreichischen Automobilmarkt auch mit dem geringen Informationsstand der Österreicherinnen und Österreicher zusammen. Um die Anreize zum Umstieg auf Erdgasfahrzeuge weiter zu erhöhen, präsentierten der ÖAMTC und der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) sowie Fiat, Opel und VW vergangene Woche ein Forderungspaket an die nächste Bundesregierung. Unterstützt wurden sie dabei von der Energie-Control Austria (E-Control).

Forderungspaket: Abschafftung der MÖSt., bundesweit einheitliche Förderungen

Gefordert wird die Abschaffung der Kraftstoff-Steuer auf Erdgas bis 2025 sowie eine bundesweite Anschaffungs-Förderung (z.B. NoVA-Befreiung) bis 2025, um Gleichpreisigkeit zu konventionellen Antrieben herzustellen. Derzeit sind die Förderungen für Erdgasfahrzeuge in den einzelnen Bundesländern noch unterschiedlich geregelt, beispielsweise in Kärnten gibt es heute keine Förderungen.

Darüber hinaus befürworten die Partner eine Erdgasabgaben-Befreiung für in das Erdgasnetz eingespeistes und an anderer Stelle entnommenes Biomethan (in Anlehnung an die steuerliche Behandlung von Biodiesel und Bioethanol) sowie weitere Anreize zum Umstieg auf Erdgas-Pkw und andere alternativ angetriebene Pkw (z.B. Begünstigungen bei der KfZ-Steuer).

Wirtschaftlichkeit und Ökobilanz Hauptargumente

Eines der wesentlichsten Argumente pro Erdgas liege in der hohen Wirtschaftlichkeit: Derzeit könnten um denselben Geldbetrag mit einem Erdgas-Pkw Strecken zurückgelegt werden, die um rund 50 Prozent (Diesel) bzw. 100 Prozent (Benzin) länger sind, so der ÖAMTC. Die Befürchtungen der Konsumenten seien größtenteils unbegründet.

Auch bezüglich der Ökobilanz bieten Erdgasfahrzeuge Vorteile. „Beim Einsatz eines Erdgas-Pkw können die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem konventionell betriebenen Pkw um bis zu 21 Prozent reduziert werden“, erklärte Wolfgang Altmann, Bereichssprecher GAS Handel des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW).

Versorgung gesichert

Darüber hinaus garantiere die Kombination aus einem gut ausgebauten, österreichweiten Erdgasleitungsnetz, hohen Erdgasspeicherkapazitäten und einer Eigenproduktion von ca. 20 Prozent des Verbrauchs eine flächendeckende und krisenresistente Versorgung mit Erdgas, so Walter Boltz, Vorstand der Energie-Control Austria (E-Control). „Mit 175 öffentlichen CNG-Tankstellen besteht schon jetzt ein gut ausgebautes Tankstellennetz, das den flächendeckenden Einsatz von Erdgasfahrzeugen ermöglicht und bei steigender Nachfrage auch weiter verdichtet werden kann.“

Im Laufe der kommenden Monate sollen weitere Erdgasmodelle auf den Markt kommen, wie zum Beispiel der Fiat 500L oder der VW Golf. Opel plant ebenfalls eine Ausweitung des Angebots seiner CNG-betriebenen Fahrzeugmodelle.

  • alfred

    Noch nicht richtig ausgebaut erdgastankstellen zb raum hollabrunn keine erdgastankstelle

  • Heigl Markus

    Nicht einmal die Grünen sind daran interessiert( E- Mail Verkehr mit Bundespartei),mal abwarten ob die Regierung ( ÖVP oder SPÖ) grüner werden will und sich zu den Wahlen noch Stimmen holen wollen, ich bin selbst Erdgasfahrer und würde das sehr begrüssen.
    Der Flächendeckende Ausbau Na Ja also es gibt noch genug Gebiete wo Erdgas zur Verfügung steht aber keine Tanstelle
    man denke nur von St. Pölten nach Wien auf der B1 keine Einzige Tankstelle dazwischen
    Erdgas Fahren sollte viel mehr beworben werden
    wollten wir nicht alle dafür sein das wir unser Geld lieber für Förderung ausgeben anstatt Co2 Papiere teuer vom Ausland einzukaufen, dass wir unsere Klimaziele erreichen?

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