Ford S-Max EKG Sitze Blutzucker
Die Möglichkeiten moderner Sitze sind grenzenlos.
 

EKG-Sitze: Fahren bis der Arzt kommt

Die neuen EKG-Sitze im Ford S-Max Konzept sind nur der erste Schritt. Brustkrebs-Gurte werden folgen, sagen wir. Was sagt der Doc dazu?

28.08.2013 Online Redaktion

Mit den EKG- und Blutzuckersitzen im neuen Ford S-Max Konzept sind wirklich bald alle Eventualitäten abgedeckt. Die Marke hat in ihrem Van-Konzept Sitze vorgestellt, die selbstständig die Herzaktivitäten der Insassen überwachen. Außerdem können spezielle Geräte mit dem Auto verbunden werden, um auch den Blutzucker zu überwachen. Die Sitze sind nicht nur für das Konzept gedacht, sondern sollen es tatsächlich auch in die Preisliste schaffen. Sagt Ford. Das ist ein wichtiger Schritt zum Kunden hin, der immer älter wird.

EKG-Sitze im neuen Ford S-Max

Auch wenn die Zahl der Herzanfälle am Steuer statistisch gesehen inexistent ist, könnten diese Sitze den Straßenalltag verändern. Man stelle sich vor, im Fond sitzt das Kind und hat plötzlich Unterzucker. Das Auto blinkt der Mutter auf dem Beifahrersitz ein entsprechendes Warnsignal auf ihren eigenen Monitor – wir könnten uns ein blickendes Snickers oder eine tanzende Lila Kuh vorstellen. Der Blutdruck der Mutter geht automatisch hoch, beim Fahrer leuchtet daraufhin ebenfalls ein Warnsignal; ein rotes blinkendes Herz zum Beispiel. Das Fahrerherz setzt vor Schreck kurz aus. Das Auto glaubt an einen nahenden Massentod und verständigt daraufhin den Arzt – macht das Ford S-Max Konzept tatsächlich.

Alles blinkt und piepst, Vater und Mutter stehen kurz vor dem Herzanfall, das Kind mampft gemütlich ein Twix. Endlich kommt der Arzt. In Europa sagt der Fahrer: „falscher Alarm.“ In den USA ist man in diesem Moment aber hoffentlich gut versichert, sonst geht das Auto gleich in den Besitz des Krankenhauses über. Zusammen mit Haus und der Münzsammlung. Überhaupt dürften nur Menschen mit vernünftiger Krankenversicherung in den USA dieses Auto kaufen. Bei all dem Stress kann man sich freuen, dass der Ford S-Max selbst einparkt. So verursacht mit einem depperten Herzanfall wenigstens keinen Stau zur Rush-Hour.

Ford S-Max EKG Sitze Blutzucker

Diese Polster legen ein EKG an.

Aber auch in Europa wird es jetzt spannend. Das Auto hat nämlich ein Langzeit-EKG von Ihnen angelegt – macht der Ford S-Max ebenfalls. Das geben Sie nun ihrem Arzt. Der sieht regelmäßig steigenden Blutdruck. Nämlich immer dann, wenn das Kind im Fond Lust auf ein Eis hat, das Auto diesen Zucker-Gusto aber als hypoglykämischen Schock im Display meldet.

Ihre Lebensversicherung wird daraufhin den Tarif erhöhen müssen. Im besten Fall. Im schlimmsten Fall haben sie eine Partnerversicherung für ihren Wohnungskauf abgeschlossen, die sofort ungültig wird. Die Wohnung ist nicht mehr besichert, die Bank wird nervös… naja, man weiß wie das läuft. Nehmen Sie sich lieber einen guten Anwalt, falls sie sich den noch leisten können.

Die Zukunft und der Ford S-Max

Vielleicht ist das nur Schwarzmalerei. Vielleicht wird der Bordcomputer einfach immer nur dann Unterzucker melden, wenn sie sich auf der Autobahn zufällig einer Filiale der Fastfoodkette nähert, mit der Ford dann eine Kooperation haben wird, oder die sie auf Facebook mit „Like“ versehen haben.

Dabei werden EKG- und Blutzucker-Sitze nur der erste Schritt sein. In kurzer Abfolge werden Sicherheitsgurte kommen, die Damen auf Brustkrebs checken und Nackenstützen, die nach Rückenmarkszysten suchen. Die Sitzbezüge kontrollieren Leberflecke und das mit der Prostata wird unangenehm, kommt aber ohne Aufpreis im Med-Paket.

Richtig spannend wird es dann in zwanzig oder dreißig Jahren, wenn Sie sich einen EKG-Blutzucker-Brustkrebs-Ford-S-Max gebraucht kaufen. Zum Beispiel von einem herzkranken Ehepaar mit drei fettsüchtigen Kindern. Erklären sie die Werte mal ihrem Arzt oder ihrer Versicherung. Mit etwas Glück funktioniert die Technik dann aber ohnehin nicht mehr.  Und vielleicht haben diese Zeilen ein paar Fragen reifen lassen, die Sie Ford auf der IAA in Frankfurt stellen wollen. Dort wird das Ford S-Max Konzept nämlich zu sehen sein.

  • Josef

    …und der nächste Schritt ist dann, dass das Auto mit dem Patienten auf dem Lenkersitz selbstständig zum Arzt oder ins Krankenhaus fährt….

  • HT

    bei diesen neuen Rettungs-Auto, „machen die Taxler Konkurs“

  • Dipl. Ing. Christian Vana

    Die Menscheit sollte endlich einsehen, daß es nicht erstrebenswert ist, alles zu machen, was man glaubt zu können. Nun endlich wäre damit 1984 ein Aufbruch in ein schöne neue Welt geschafft.
    Wäre nicht ein Erkennungsystem nicht politisch korrekter (wer legt fest, was korrekt ist?)Gedanken samt deren Elimination der logische Schritt? Natürlich müßten die ganzen Gadgets auch in den obligatorischen Fußgängerhelm.
    Jedenfalls ein Grund mehr, nicht bei Ford, sondern bei Lotus einzukaufen.
    Früher waren abstruse Technikvisionen wenigstens unterhaltsam.

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