Ford Ranger Statisch exterieur Front Seite Argentinien
Eigentlich sollte Ford in Argentinien keine Probleme haben.
 

Ford muss zahlen

Argentinien macht mit seinen Importbeschlüssen ernst.

09.05.2011 Online Redaktion

Wie bereits berichtet, gibt es in Argentinien eine neue freiwillige Selbstverpflichtung der Autofirmen. Sie dürfen nur 80 Prozent der Waren importieren, die sie im vergangen Jahr importiert haben.

Das Problem dabei ist, dass die Autohersteller nicht am Ende des Jahres eine entsprechende Bilanz präsentieren müssen, sondern die Zolldokumente schon vor dem Export nach Argentinien brauchen. Sprich: die Marken brauchen schon vor jedem Geschäft eine tragfähige Idee.

BMW setzte daraufhin die Exporte aus und verhandelt derzeit mit der Regierung. Porsche exportiert einfach Wein und Oliven, um die Bilanz entsprechend auszugleichen.

Jetzt hat es Ford erwischt. Nach einer Mitteilung der argentinischen Zollbehörde muss der amerikanische Hersteller eine Strafe von 5,5 Millionen Pesos (900.000 Euro) zahlen. Unregelmäßigkeiten bei den Zolldokumenten sei der Grund. Nach eigenen Angaben hatte Ford Waren im Wert von 617 Millionen Euro nach Argentinien geliefert und Waren im Wert von 972 Millionen Euro ausgeführt. An der neuen Bestimmung kann es also nicht liegen – vorausgesetzt die Zahlen stimmen.

Gerade Ford sollte bei der Regierung eigentlich ein beliebter Partner sein. Die Marke produziert in Argentinien den Ranger und den Focus. Daher auch das hohe Handelsaufkommen.

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