Das Logo von Ford auf dem Kühlergrill
Die beiden vergangenen Monate geben Ford Hoffnung
 

Ford sieht Europa im Aufschwung

Der US-Autohersteller Ford hat wieder Vertrauen in den europäischen Automarkt und sieht diesen im Aufwind.

15.08.2013 APA

 

Viel wurde über den kriselnden europäischen Automarkt geschrieben, jetzt lässt Ford mit einer positiven Nachricht aufhorchen. Der US-Autobauer glaubt an die Erholung des angeschlagenen Marktes nach dessen Tief. Dazu der Europa-Vertriebschef Roelant de Waard: „Das Schlimmste liegt wohl hinter uns, aber es ist noch ein bisschen zu früh, um sagen zu können, wir lassen die Rezession hinter uns und alles wird besser“.

Vergangene Monate geben Hoffnung

Er verwies darauf, dass der Pkw-Absatz zuletzt in zwei Monaten oberhalb des Durchschnitts der vergangenen zwölf Monate gelegen habe. Er wolle jedoch abwarten, wie sich die Nachfrage in den nächsten Monaten entwickle, bevor er von einer Erholung spreche. Der Preisdruck bleibe vorerst hoch.

Fabriken wenig ausgelastet

Zuvor hatten bereits andere Auto-Hersteller erklärt, dass der Tiefpunkt wohl erreicht sei. Daimler erspähte schon im Juni eine Trendwende in Westeuropa. Vor allem Massenhersteller wie Ford, Opel, Peugeot, Renault und Fiat warten händeringend auf eine Erholung, weil sie wegen der niedrigen Nachfrage ihre Fabriken kaum auslasten können und von den hohen Kosten erdrückt zu werden drohen.

Rezession sollte überwunden sein

Der Pkw-Absatz in Westeuropa ist seit langem im Sinkflug, weil wegen der hohen Arbeitslosigkeit in den südlichen Krisenländern nur wenige neue Autos verkauft wurden. In den ersten Monaten des Jahres sackten die Neuanmeldungen auf den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren. 2012 war mit zwölf Millionen verkauften Fahrzeugen bereits das schlechteste Autojahr seit 1995. Zuletzt hatte es jedoch Hoffnungsschimmer gegeben, dass sich die Konjunktur erholt. Erst am Mittwoch hatten Konjunkturdaten gezeigt, dass die Eurozone die längste Rezession ihrer Geschichte überwunden hat.

Investitionen sollen erhöht werden

Weltweit will Ford in den nächsten Jahren seine Investitionen um ein Viertel erhöhen. Bis zur Mitte des Jahrzehnts seien dafür rund 7,5 Mrd. Dollar (5,7 Mrd. Euro) eingeplant, sagte Finanzchef Bob Shanks am Mittwochabend. Bisher hatte der zweitgrößte US-Autobauer nach der Opel-Mutter General Motors 6 Mrd. Dollar vorgesehen. Das Unternehmen begründete den Schritt mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Autos.

 

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