Ford Escort Oldtimer Gebrauchtwagen Generation Drivestyle
Manuel strahlt mit den Mopeds um die Wette.
 

Geübt in Geduld und Genuss

Jenseits aller Hektik hat sich Manuel Eisner (25) einen Fuhrpark für besonders penible Feinspitze zusammengestellt.

02.04.2013 Online Redaktion

Bis ein Ford Escort in der Garage stehen sollte, dauerte es ein wenig. Alles hat mit Mopeds angefangen. Vergammelte, runtergefahrene, fertige Mopeds. Eines nach dem anderen nahm ­Manuel bei sich auf und ­restaurierte es akribisch. Er nahm sie auseinander und ersetzte Teile, bürstete und schraubte, bis sie aussahen, als kämen sie gerade erst vom Band. So kam er zu einer goldenen Honda S250Z (1974), ­einer schwarzen Puch MV50 (1970) und einer beigen Kreidler Florett (1965). Ganz hinten im Eck liegt noch eine Testi Champion aus den 1970ern.

Die Ecke ist in der Werkstatt seines Vaters in Kolsass in Tirol. Dort hat Manuel auch Kfz-Mechaniker gelernt. An seinen Rollern hat er üben können, bis die Juwelen den letzten Schliff hatten. Dann hatte er auch geschmacklich so viel Tritt gefasst, um sich ein Auto zu holen. Ein Ford Escort sollte es werden. Die hohen Stückzahlen, in denen das Auto vom Band lief, sind Fluch und Segen zugleich. Denn je mehr Gebrauchtwagen von ­einem Modell angeboten werden, desto mehr Mist landet auch in den Börsen dieser Welt.

Ford Escort Oldtimer Gebrauchtwagen Generation Drivestyle

Verbastelte Modelle und Unfallwägen sind ein Problem, Autos mit viel zu hoher Laufleistung und Schwachstellen, die einen Rattenschwanz an Problemen nach sich ziehen.
Das sind nur die eindeutigen Probleme. Manuel suchte lang und geduldig. Hektik ist eben keine Tiroler Tugend. Und wer so lange sucht, hat auch viele Ratschläge: In den Radkästen hat es oft Rost, weil sich dort das Spritzwasser sammelt, und die Spurstangen haben meist zu viel Spiel.

Viel Zeit vergeht. Ein ganzes Jahr dauerte seine Suche. Einmal glaubte er schon, den gesuchten Schatz gefunden zu haben, fuhr samt Hänger und Bargeld nach Ungarn, kam aber mit leerem Hänger wieder zurück. Was auf den Bildern so schön glänzte, entpuppte sich als Mogelpackung. Quasi frei Haus, vom Freund eines Freundes, bekam er, was er suchte. Einen Ford Escort von 1974 mit 64.700 ­Kilometern. Nur zwei Vorbesitzer hatte das Auto, ­wobei der zweite das Auto nie angemeldet hatte, folglich auch nicht damit gefahren ist.

Der blaue Lack ist ­original, im Wagen ist der alte Verbandskasten und sogar ein Stück bedruckte Seife vom damaligen Autohändler. Damals ein Werbegeschenk, heute ein Stein in Manuels Ford-Mosaik. 5.000 Euro musste er ­zahlen, die verbauten Sitze wurden ­gegen die originalen ­Polster ausgetauscht und der Auspuff erneuert.
Jetzt strahlt er mit den ­Mopeds um die Wette.

  • Niched Fundele

    Als ich 25 Jahre alt war hatte ich auch einen Ford Escort, allerdings den Nachfolger vom Hundsknochen.

    Jetzt koennte ich Dir noch einen Beitrag zu Deinen Mopeds anbieten. Ein Ex-DDR Geraet SIMSON 51S. Mit der fahr ich allerdings derzeit im Verkehrschaos von Hanoi/Vietnam(ca 1 Million Mopeds und Roller)von A nach B

  • Niched Fundele

    Als ich 25 Jahre alt war hatte ich auch einen Ford Escort, allerdings den Nachfolger vom Hundsknochen.

    Jetzt koennte ich Dir noch einen Beitrag zu Deinen Mopeds anbieten. Ein Ex-DDR Geraet SIMSON 51S. Mit der fahr ich allerdings derzeit im Verkehrschaos (ca 1 Million Mopeds und Roller)von A nach B

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