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Der Jeep Renegade ist eines von fünf neuen Modellen, die in Italien die Beschäftigung in den Autowerken wieder ankurbeln sollen. © MARTIAL TREZZINI / EPA / picturedesk.com
 

Fiat will mit fünf neuen Modellen verstärkt in Italien produzieren

Der Turiner Autobauer will der Heimat die Treue halten. Nach dem Katastrophenjahr 2013 rechnet Fiat Chrysler wieder mit Wachstum auf dem italienischem Automarkt.

05.03.2014 APA

Rom. Mit fünf neuen Modellen will der Autokonzern Fiat Chrysler seine fünf Produktionswerke in Italien auslasten. Geplant ist der Bau des für den europäischen Markts bestimmten Jeeps Renegade, das Maserati-Modell Alfieri, den Alfa 4C Spider, eine neue Version des 500 Abarth, sowie California T, der letzte Bolide aus dem Hause Ferrari, kündigte Fiat nach Angaben italienischer Medien an.

Fiat Chrysler will Italien die Treue halten

Trotz der zum 1. Oktober angepeilten Aktiennotierung in New York und der Verlagerung der Firmen-Holding in die Niederlande will Fiat Chrysler Italien auch zukünftig die Treue halten, versicherte Marchionne. So sei auch zukünftig die Produktion von Alfa Romeos im Ursprungsland des Konzerns geplant.

Nach dem „Annus Horribilis“ 2013 rechnet Fiat mit einem Wachstum von circa drei Prozent auf dem italienischen Automarkt, berichtete der Fiat-Manager Alfredo Altavilla am Mittwoch. Die Resultate in den ersten beiden Monaten 2014 würden Anlass zur Hoffnung geben.

Jeep Renegade und Fiat 500X sollen für Vollbeschäftigung sorgen

Der Turiner Autobauer setzt große Hoffnungen auf den Jeep Renegade, der europäischen Dimensionen entspricht und daher kleiner als die US-Version ist. Der Hauptteil soll im süditalienischen Melfi produziert werden. Die Anpassung des Fiat-Produktionswerks, in dem neben dem Jeep auch das Modell Fiat 500X hergestellt werden soll, ist bereits im Gange. Alle 5000 Mitarbeiter des Werks sollen wieder voll beschäftigt werden. Wegen des starken Nachfragerückgangs auf dem Heimmarkt Italien waren Tausende Fiat-Mitarbeiter zeitweise auf Kurzarbeit gesetzt worden.

2013 wurden in Italien so wenige Autos zugelassen, wie zuletzt in den 70ern

Italien hat auf dramatische Weise in den letzten Jahren die Krise des Automarkts zu spüren bekommen. Im Gesamtjahr 2013 wurden im Stiefelstaat lediglich 1,3 Millionen neue Autos zugelassen, das ist der niedrigste Stand seit den Siebzigerjahren. „Die negative Konjunktur und die hohen Benzin-und Versicherungspreise haben sich verheerend auf die Autobranche ausgewirkt“, klagte der Verband der italienischen Autoindustrie Federauto.

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