Fiat 500 in China bei der Autoshow
Fiat hat in China schon gute Erfahrungen gesammelt
 

Fiat und Chrysler auf dem Weg nach China

Die italienischen Autobauer verhandeln derzeit mit Guangzhou um ihre Jeep-Produktion in China. Chrysler versucht es noch einmal im Reich der Mitte.

24.08.2013 APA

 

Die deutschen Autobauer haben es vorgezeigt, der chinesische Markt ist derzeit der stärkste Automobilmarkt. Von diesem Kochen wollen sich Fiat und Chrysler ebenfalls ein Stück abschneiden. Der Turiner Autobauer feilt an einem Abkommen mit dem chinesischen Konzern Guangzhou Automobile Group Co. Ltd. (GAC) für die Produktion von Jeeps in China. Mit dem chinesischen Konzern hat Fiat bereits 2010 einen Joint Venture gegründet, der das Modell Viaggio produziert und den 500 und den Bravo vermarktet.

Noch nicht alle Punkte geklärt

Das Abkommen zwischen Fiat und den Chinesen soll in den nächsten Wochen unterzeichnet werden, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Freitag. Fiat drängt, dass der Jeep in dem Produktionswerk des Joint Ventures in Changsha produziert wird, in dem bereits 140.000 Viaggio-Modelle pro Jahr hergestellt werden. Fiat will die Produktionskapazität des Werks auf 300.000 Autos pro Jahr steigern. Der Joint Venture drängt dagegen auf die Errichtung eines neuen Produktionswerks im Süden Chinas. Über diesen Punkt wird noch verhandelt.

Chrysler mit Neustart

Für Chrysler ist es der zweite Anlauf in China. Der Jeep-Hersteller American Motors gründete dort 1983 als erster ausländischer Autobauer ein Gemeinschaftsunternehmen. Später kam American Motors zu Chrysler, noch später Chrysler zu Daimler. Gemeinsam mit dem chinesischen Partner wurde 2005 eine neue Fabrik in Peking eröffnet, weil der alte Standort zu eng wurde. Nach der Scheidung von Daimler war Chrysler aus der Fabrik ausgezogen und musste in China wieder von vorn beginnen.

 

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