Der Fiat-Chef Sergio Marchionne
Fiat dürfte mit dem Kaufpreis zufrieden sein.
 

Fiat übernimmt Chrysler

Der Autokonzern Fiat hat den US-Autobauer Chrysler übernommen. Die Italiener kauften die Anteile von Veba um 3,65 Mrd. Euro.

01.01.2014 APA

Der US-Autohersteller Chrysler wird zur Gänze vom italienischen Autokonzern Fiat übernommen. Fiat hat für 3,65 Milliarden Dollar (2,65 Mrd. Euro) jene 41,5 Prozent, die bisher im Besitz des gewerkschaftsnahen Pensionsfonds Veba waren gekauft, teilte Fiat am Mittwoch mit. Der Deal werde „in die Geschichtsbücher eingehen“, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne. Mit einem Abschluss ist vor dem 20. Jänner zu rechnen.

Veba wollte 5 Mrd. Dollar

Fiat und Veba hatten sich zuletzt um den Wert des Chrysler-Anteils gestritten. Veba verlangte für seine Beteiligung nach Insider-Informationen fünf Milliarden Dollar. Analysten schätzten das Paket dagegen nur auf rund vier Milliarden Dollar. Fiat war 2009 nach der von der US-Regierung abgesicherten Insolvenz bei dem Detroiter Traditionsunternehmen eingestiegen und hatte seine Beteiligung nach und nach auf 58,5 Prozent aufgestockt. Von den nun vereinbarten 3,65 Milliarden Dollar sollen nun 1,75 Mrd. in bar und der Rest in Sonderdividenden ausgezahlt werden.

Chrysler mit Aufwind

Nach Jahrzehnten der Krise befand sich Chrysler zuletzt im Aufwind: Im dritten Quartal stieg der Gewinn um 22 Prozent auf 464 Mio. Dollar, der Umsatz um fast 14 Prozent auf 17,6 Mrd. Dollar. Damit wird die Tochter immer wichtiger für den Fiat-Konzern, der vor allem auf dem Heimatmarkt zu kämpfen hat.

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