Sergio Marchionne
Der Fiat-Chrysler-Konzern soll seinen Steuersitz künftig in Großbritannien haben.
 

Fiat plant Steuersitz in Großbritannien

In Großbritannien soll der neue Steuersitz des nach der Fusion von Fiat und Chrysler entstandenen Konzerns entstehen, so ein Bericht der Tageszeitung „Wall Street Journal“.

27.01.2014 APA

Nach der Ansage von Fiat-Chef Sergio Marchionne „dorthin zu gehen, wo es Geld gibt“ scheint der Börsennotierung in New York bis Ende des Jahres nichts im Wege zu stehen. In Großbritannien soll der neue Steuersitz des nach der Fusion von Fiat und Chrysler entstandenen Konzerns entstehen, so ein Bericht der Tageszeitung „Wall Street Journal“.

Neuer Name noch nicht bekannt

Das Blatt bezieht sich auf ein Dokument mit Vorschlägen, das Fiat-Chef Sergio Marchionne in den nächsten Tagen dem Board vorlegen wird. Nach der Fusion der beiden Autofirmen soll eine Gesellschaft mit einem neuen Namen entstehen. Wie sie heißen und wo sie notiert werden soll, wird der Fiat-Aufsichtsrat am kommenden Mittwoch beschließen. Am Mittwoch sollen auch die Fiat-Ergebnisse des letzten Quartals und des Gesamtjahres 2013 vorgestellt werden.

Weniger Dividendenabgaben in Großbritannien

Dank der Verlegung des Steuersitzes in Großbritannien könnte Fiat weniger Dividendenabgaben zahlen. Davon würde die Finanzholding Exor profitieren, die Fiat kontrolliert. Nach der Fusion mit Chrysler will Fiat verstärkt auf die Entwicklung von Qualitätsautos im Premium-Segment setzen. „Investitionen und Modelle für den Neubeginn von Alfa Romeo sollen im Rahmen eines dreijährigen Entwicklungsplans vorgestellt werden“, sagte Fiat-Chef Marchionne.

  • Ravenbird

    Wenigstens bleiben sie im Gegensatz zu vielen anderen Großkonzernen in Europa.
    Aber es ist schon so: Die Manager kassieren die Gelder und behalten sie.
    Das Volk soll sehen, wie es zu Sozialleistungen kommt. Der Staat soll halt mehr Geld drucken.
    Als Italiener würde ich kein Auto des Fiat-Konzerns mehr kaufen.

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