Fiat Panda 4x4 Allrad Kleinwagen Italien Offroad Mimikri
Allradantrieb, Erdgas-Motor, Gelände-Mimikry.
 

Testbericht: Fiat Panda 4×4

Fiat bezeichnet den Panda als Zauberkiste. Und tatsächlich…

19.03.2013 Autorevue Magazin

Gäbe es eine Sympathie­wertung für Wunz-Allradler, der Fiat Panda würde sie garantiert ­gewinnen. Mehrere Indizien beweisen das: Versuchen Sie mal, einen gebraucht zu bekommen. Wann haben Sie den direkten Konkurrenten, den Toyota Urban Cruiser, zuletzt live gesehen? Überhaupt – der Mitbewerb mit Allradantrieb: Daihatsu stellte still und leise den Europaimport ein, ­Subaru hat statt dem legendä­ren Justy nur mehr eine zweiradgetriebene Toyota-Verso-S-Dublette ­namens Trezia im Programm. Bleibt noch der ­Suzuki Swift 4×4, der – 20 cm länger – dann doch irgendwie erwachsener rüberkommt.

Insofern ist es nachvoll­ziehbar, wenn Fiat von der ­jüngsten Generation behauptet, eine Zauberkiste zu sein. Unter erschwerten Bedingungen wird einem garantiert kein SUV davonfahren: Eine elek­tronisch gesteuerte Lamellenkupplung reguliert den Kraftfluss zur Hinterachse, für ­verschärfte Situationen wird an der Vorderachse per Brems­eingriff eine Quersperre simuliert (bis 50 km/h auch per Knopfdruck). Das reicht in Kombination mit dem geringen Gewicht (Benziner 1050, Diesel 1115 kg) für wahrlich erstaunliche Offroad-Fähig­keiten. Siebzigprozentige ­Steigungen arbeitet der Zwerg bei ­Bedarf ungerührt auf.

Aber auch auf der Straße hinterlässt der Allrad-Panda einen ordentlichen Eindruck. Das Fahrwerk ist verbindlich, die zweistufig einstellbare Lenkung und die Schaltung bis auf den widerspenstigen Retourgang ebenso. Nur die ploppende Kupplung hinterlässt uns ein wenig staunend: Dass es so was noch gibt!

Benziner und Diesel begegnen einander dank Turboaufladung in Sachen Beschleunigung subjektiv auf Augenhöhe. Man sollte den Zweizylinder-Benziner allerdings nicht unter 2000 Touren fallen lassen, sonst droht Rumpel-Alarm. Fraglich auch, ob er bei dieser Fahrweise die versprochenen 4,9 Liter im Schnitt einlösen kann.

Fürs Sparen – allerdings ohne Allrad – ist jetzt eine Erdgas-Variante des Fiat Panda, ­genannt „CNG“, zuständig. Wer die Optik des 4×4 mag, den Allradantrieb aber für entbehrlich hält, dem wird mit dem „Trekking“ geholfen. Die elektronische Sperre gibt’s bei diesem aber dennoch serienmäßig dazu.C

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