Fiat Panda 1,2 69 Lounge Seitenansicht
Der Panda in der dritten Generation.
 

Testbericht: Fiat Panda 1,2 8V

Von der Küchenmaschine auf Rädern zum Kleinwagen, in dem einem wirklich nichts abgeht.

30.04.2012 Autorevue Magazin

Das Schöne am Fiat Panda jeder Generationen war und ist, dass sie als Sympathieträger wahrgenommen werden. Während sich andere über eine möglichst aggressive Optik definieren, mimt Panda immer noch den fröhlichen Kleinwagen, der über jede Frauenauto-­Klischeediskussion erhaben ist. Das hat sich auch bei der Neuauflage nicht geändert.

In seiner dritten Generation ist der Fiat Panda deutlich gewachsen (+ 11 cm Länge, + 6 cm Breite).

Er wird dadurch aber nicht in­ ­seinen Talenten geschmälert. Durch seine Schlankheit und den winzigen Wendekreis ist man in der Stadt der Star. Klar, wenn es in den engen Gassen Roms funktioniert, klappt es auch im Rest der Welt.

Aber auch über Land wird man nicht verhungern. Der bekannte 69-PS-Vierzylinder braucht ein bissl Drehzahl, ­damit was weitergeht – was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass man ihn jedesmal wie ein nasses Wettex auswringen muss. Einfach die Drehzahl nicht unter 2000 sinken lassen, die Fünfgangbox mit ideal angebrachtem Schalt­hebel hilft dabei.

Einen deutlichen Schritt vorwärts hat Fiat bei der Fahrwerksabstimmung gemacht.

Der Panda liegt satt auf der Straße, stemmt sich ordentlich in Kurven, nur auf kurzen, ­stuckerigen Autobahnwellen wird man daran erinnert, dass man in einem Kleinwagen sitzt.

Wobei klein wahrlich relativ ist: Innen ist er schlank, eh klar – der Abstand zum Beifahrer ist dennoch groß genug, um seine Intimität zu wahren. Überraschend dünne Rücklehnen schaffen Platz in der zweiten Reihe, somit gehen sich vier Leute bequem aus, solange sie nicht zu lang sind. Für einen fünften Platz – also Gurt und Kopfstütze – muss man 94 Euro drauflegen. Daran merkt man, wie knapp in dieser Klasse ­kalkuliert wird. Auch kostet jede Farbe außer Weiß Aufpreis.

Verzicht gibt’s trotzdem keinen. Die „Lounge“-Ausstattung kommt mit allem, was man zum bequemen Fortkommen braucht: Klimaanlage, ­ordentliches Radio mit allerhand Schnittstellen, elektrische Fensterheber, ESP sowieso.

Die Übersicht ist dank dem schachtelhaften Aufbau genial, die Armaturen und Bedien­elemente sind witzig gestaltet – abgerundete Ecken finden sich allerorts. Das ist peppig, nervt aber nicht. Und genau diese Fröhlichkeit macht den Fiat Panda aus.

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