Der Fiat 500L Living
Der neue Fiat 500L Living.
 

Fiat 2013 mit Absatzrückgang in Europa

Der Anteil von Fiat ist in Europa von 6,4 auf 6 Prozent gegenüber 2012 gesunken. Zu einem Rückgang kam es auch im Dezember, als der Marktanteil von 6 auf 5,5 Prozent gefallen ist.

16.01.2014 APA

Die Fusion des Autobauers Fiat mit dem US-Autohersteller Chrysler hat in den letzten Tagen für Gesprächsstoff gesorgt. Die Zahlen für das Jahr 2013 werden die Autobauer rund um ihren CEO Sergio Marchionne geben da weniger Grund zum Jubeln. Der Anteil von Fiat ist in Europa von 6,4 auf 6 Prozent gegenüber 2012 gesunken. Zu einem Rückgang kam es auch im Dezember, als der Marktanteil von 6 auf 5,5 Prozent gefallen ist.

Negatives Ergebnis auf dem Heimmarkt

Fiats Resultate im Europa wurden von den schlechten Ergebnissen auf dem Heimmarkt Italien beeinflusst, in dem der Turiner Konzern einen Rückgang von 7,1 Prozent meldete. Das ist das schlechteste Ergebnis unter den größten europäischen Ländern. In Großbritannien meldete Fiat dagegen ein Plus von 12,2 Prozent und in Spanien von 13,7 Prozent.

Spagat zwischen Italien und USA

Fiat hat zu Jahresbeginn die komplette Übernahme der US-Tochter Chrysler angekündigt. Mit der vollständigen Verschmelzung mit Chrysler will der Italo-Konzern zwar zum siebtgrößten Autobauer der Welt aufsteigen, zugleich jedoch nicht seine Turiner Identität verlieren. So plant Firmenchef Sergio Marchionne Investitionen, um die Erfolgsmodelle zu forcieren und die Premiumschiene mit den Marken Alfa Romeo und Maserati auszubauen. Die Alfa-Produktion soll ganz in Italien erfolgen.

Produktion von Luxusautos in Turin

Ziel von Marchionne ist es, im Großraum von Turin einen Pol zur Produktion von Luxusautos zu etablieren, berichteten italienische Medien. Erst vor einem Jahr hatte Fiat ein neues Maserati-Produktionswerk bei Turin eingeweiht. In dem Werk in Grugliasco werden ein Maserati-Viertürer und auch wieder der Maserati-Sportwagen Ghibli produziert. Das neue Werk, das in einer ehemaligen Produktionsanlage des Karosseriebauers Bertone entstand, ist der erste Teil eines Produktionszentrums für Luxusautos, das Fiat schon seit Jahren plant.

Gewinn ab 2016

Im kommenden April will Marchionne einen fünfjährigen Entwicklungsplan vorstellen. Ziel ist unter anderem, neue Versionen der Kleinwagenmodelle 500 und Fiat Panda auf den Markt zu bringen. Der Punto soll mit einer Fünf-Türen-Variante des Fiat 500 ersetzt und in Polen produziert werden. Mit der neuen Strategie will Fiat 2016 die Gewinnschwelle erreichen.

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