Sergio Marchionne
Der Fiat-Chrysler-Konzern bekommt einen Firmensitz und Namen.
 

Historischer Tag für Fiat

Der 29. Jänner 2014 wird dem italienischen Autohersteller Fiat definitiv in Erinnerung bleiben. Immerhin wird heute nach der Fusionierung mit Chrysler über den Firmensitz und den Namen des Konzerns entschieden.

29.01.2014 APA

++ Aktuelle Meldung: Bei Fiat wurde heute nach dem Zusammenschluss mit Chrysler über den Firmensitz und Namen des Konzerns entschieden, die Wahl fiel auf Fiat Chrysler Automobiles.

Firmensitz in Großbritannien möglich

Dem Verwaltungsrat lagen in Turin italienischen und US-Medienberichten zufolge dazu Vorschläge von Firmenchef Sergio Marchionne vor. Dieser soll aus steuerlichen Gründen einen Sitz in Großbritannien anstreben.

USA und Niederlande als Alternative

Außerdem schien ein Firmensitz in den USA oder den Niederlanden im Gespräch. Der Mailänder Börse bliebe nach den Informationen die Zweitnotierung. Ebenso auf dem Plan stehen soll eine Erstnotierung der Aktie an der New Yorker Börse.

Italienischer Markt angespannt

Marchionne und Präsident John Elkann müssen nach dem Beginn dieser neuen Fiat-Ära die Bedenken von Gewerkschaftern und Politikern wegen der Verlagerung zerstreuen. Nach der Verwaltungsratssitzung hat der Fiat-Chef ein Treffen mit den Gewerkschaften angesetzt. Gemeinsam mit Elkann kam Marchionne am Vortag mit Regierungschef Enrico Letta in Rom zusammen. Dabei dürfte er anhaltendes Engagement des Konzerns in Italien zugesichert haben, also auch nach dem möglichen Abzug des Firmensitzes.

Chrysler im Aufwind

Fiat hatte vor zwei Wochen Chrysler komplett übernommen. Die US-Tochter verdient anders als die italienische Mutter jedoch wegen des boomenden nordamerikanischen Automarktes gutes Geld. Marchionne hatte jüngst am Rande der Auto Show in Detroit durchblicken lassen, dass er die USA vor allem wegen ihres starken Finanzmarkts schätzt.

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