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Allrad, Alltag, Fiat 500X

Fiats Antwort auf den Erfolg von Mini nennt sich 500X. Wie ist der Fiat 500X 2.0 Multijet 4×4 im Vergleich zu einem „normalen“ 500er zu sehen und wie fährt er sich?

20.02.2015 Press Inform

Viel Neues gab es in den vergangenen Jahren von Fiat kaum zu bewundern. Der alles andere als schmucke Fiat 500L tut sich schwer bei den meisten Kunden und so müssen es unverändert der betagte Fiat 500 und der Panda retten. Den beiden Kleinwagen springt nun ein Crossover zur Seite, der Image, Markenauftritt und Verkaufszahlen stimmungsvoll nach oben treiben dürfte. Der Fiat 500X sieht im Gegensatz zum unförmigen 500L klasse aus und macht keinen Hehl daraus, dass er einen wohl bekannten Hauptkonkurrenten hat: den Mini Countryman. Schicker Auftritt, maximale Individualisierbarkeit und ein breites Motorenportfolio sind feste Parameter für einen erfolgreichen Einstieg bei den Kunden. Der Fiat 500X bietet all das.

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© Bild: Werk

Fahreigenschaften des Fiat 500X

In der Topausstattung bietet der 4,27 Meter lange Fiat 500X drei anwählbare Fahrprogramme, einen sinn- und artgerechten Allradantrieb und eine gute Neunstufenautomatik, die ihr Potenzial in der 140-PS-Liga niemals ausspielen kann. Der Motor zieht Dank 350 Nm maximalem Drehmoment ab 1.750 U/min von unten gut durch und lässt den Italiener in etwas zähen zehn Sekunden auf Tempo 100 spurten. Seine Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h. Im Normverbrauch gibt sich der Diesel-Allradler mit knapp fünf Litern zufrieden. Die Automatik kostet einen weiteren halben Liter.

Verarbeitung, Haptik und Oberflächen

All das, was bei einem normalen Fiat 500 das verwöhnte Auge beleidigt, ist im schicken 500X-Innenraum zwei Klassen besser. Gut ablesbare Instrumente, nette Details und ein Platzangebot, das zumindest vorne das Herz erfreut. Hinten geht es für Knie, Schultern und die Fönwelle dagegen beengter zu. Gut, kaum anzunehmen, dass sich Familien mit zwei Kindern einen Fiat 500X anschaffen; da gibt es bei Fiat oder der Konkurrenz bessere Alternativen. Wer sich für das Topmodell Fiat 500X Cross Plus entscheidet, bekommt nicht nur schickes Design und einen leicht geländegängigen Auftritt, sondern für stattliche 29.050 Euro unter anderem 18-Zöller, Xenonlicht, Allradantrieb, Navigationssystem, Klimaautomatik und Spurhalteassistent. Ab 32.450 Euro überlässt man eben jener gut abgestimmten Neungang-Automatik jedwede Schaltvorgänge. Die Lenkradpaddel kann man sich getrost sparen, denn der Fiat taugt mit seinen 103 kW / 140 PS nicht zur Rennmaschine, in deren Schaltungen eingegriffen werden müsste. (Weitere Preise und Ausstattungsdetails zum Fiat 500X)

Dank an Jeep Renegade

Der Allradantrieb stammt ebenso wie große Teile der Technik von nahezu baugleichen Jeep Renegade. Auf Schnee und Eis könnte der Fiat 500X 2.0 Multijet 4×4 seine Motorleistung jedoch etwas schneller und insbesondere engagierter an die Hinterachse bringen. Das Fahrverhalten ist bei flotter Kurvenfahrt – anders als das des konkurrieren Mini Countryman – deutlich untersteuernd.

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© Bild: Werk

Komfort- und Sicherheitsausstattung

Das Fahrwerk des 1.6 Tonnen schweren Fiat 500X 4×4 ist stramm abgestimmt, was nicht nur an den 18 Zoll großen Rädern liegt. Gerade die Hinterachse dürfte etwas mehr Langstreckenkomfort in den Innenraum zaubern. Dazu stört die allzu leichtgängige Servounterstützung, die keine klare Rückmeldung von der Straße bietet, beim Ein- und Ausparken jedoch die meisten erfreuen dürfte. Das gilt auch für die Komfort- und Sicherheitsausstattung. Denn der 500er in seiner X-Variante bietet auf Wunsch nicht nur Sitz- und Lenkradheizung, sondern auch eine Vernetzung des eigenen Mobiltelefons, elektrische Sitzverstellung, abblendbare Spiegel sowie Auffahrwarnsystem, Rückfahrkamera oder Totwinkelassistent. Und wer sich dann noch das elektrische Panoramadach gönnt, für den könnte der Citycrossover kaum besser ausstaffiert sein. Der 350 Liter große Laderaum lässt sich durch Umklappen der Rückbank auf 1.000 Liter erweitern.

Dank an press-inform

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  • Kater Karlo

    Interessant, dass die Autorevue den Fiat 500L vor ein paar Jahren noch als grossen Wurf gefeiert hat (auch wegen eines oesterreichischen Designers), und jetzt kommentarlos die Meinung anderer Medien ueber das plumpe Erscheinungsbild desselben auf die eigene Seite kopiert…

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