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„A beautiful car, absolute mint condition“, lautete das Urteil des Auktionators bei der Versteigerung in Paris. Trotzdem wurde der 330 GT nicht verkauft, das höchste Gebot blieb unter dem gewünschten Verkaufslimit.
 

Ferrari 330 GT 2+2: Odyssee eines Schicksalshaften

Dies ist die Geschichte eines Ferrari 330 GT 2+2, der nach einer langen Reise durch eine Reihe von Zufällen aus dem Schatten ­seiner Modellgeschichte trat.

15.09.2016 Autorevue Magazin

Es war keine Liebeserklärung. Nicht um seiner selbst willen war der Ferrari 330 GT 2+2, Baujahr 1964, bei seinem Kauf vor acht Jahren gewollt worden. Seine technische Basis sollte für den Aufbau eines GTO herhalten. Eine derart rare Non-plus-ultra-Legende zum Leben zu erwecken, schien jedes Opfer zu rechtfertigen. Schon gar das eines 330 GT, zweifellos ein hochachtenswerter Klassiker, aber eben NUR ein 330 und kein 250, den seine Rennerfolge in Le Mans und Sebring zu einem Mythos von höchstem, nicht zuletzt auch höchstem finanziellem Wert gemacht hatten. Ende der Nuller-Jahre war der Handlungsspielraum für die Restaurierung einer Ferrari-Rarität aus den 1960ern, zumal eine, die geldmäßig nicht vollständig ihre Bodenhaftung einbüßen sollte, schon ziemlich eng geworden. 330er ...
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