hacker
 

FBI warnt vor Hackerangriffen auf Autos

Das FBI warnt die Bevölkerung davor, dass moderne Autos gehackt werden könnten – „Öffentlichkeit und Hersteller müssen Bescheid wissen“

19.03.2016 Online Redaktion

In einer öffentlichen Ankündigung warnten das FBI, die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA und das Verkehrsministerium vor Hackerangriffen auf Fahrzeuge. „Es ist wichtig, dass Konsumenten und Hersteller über die möglichen Gefahren sowie darüber, wie ein Angreifer in der Zukunft vorgehen könnte, informiert sind“, so die Behörden.

Weitgehende Manipulation möglich

In der Ankündigung wird ein früherer Fall beschrieben, in dem sich Hacker über WLAN Zugriff zu einem Fahrzeug verschafften und so bei niedrigen Geschwindigkeiten den Motor abstellen, die Bremsen deaktivieren und die Lenkung übernehmen konnten. Bei jeder Geschwindigkeit war es den Hackern möglich, die Türen zu verschließen, den Blinker zu betätigen sowie den Tacho zu manipulieren.

Öffentlichkeit und Hersteller müssen Bescheid wissen

Die Gefahr bestehe darin, dass sich „eine Person mit einem Computer“ unerlaubten Zugang zu Fahrzeugdaten verschaffen oder sogar die Kontrolle über den Wagen übernehmen könne. Obwohl nicht alle Angriffe ein Sicherheitsrisiko darstellen würden, sei es trotzdem von höchster Bedeutung, dass Öffentlichkeit und Hersteller über die potenziellen Gefahren wissen.

Externe Geräte als Sicherheitsrisiko

Nicht nur die in ein Fahrzeug integrierten elektronischen Systeme seien angreifbar. Auch externe Geräte, die über die OBD2-Diagnosebuchse an das Auto angeschlossen werden, oder Smartphones, die via Bluetooth oder WLAN mit dem Fahrzeug kommunizieren, könnten eine Gefahr darstellen.

FBI appelliert an die Konsumenten

Den Konsumenten empfiehlt das FBI folgende Maßnahmen zur Minimierung des Sicherheitsrisikos:

  • Die im Auto installierte Software stets auf dem neuesten Stand sein. Software-Updates sollten immer sofort durchgeführt werden.
  • Änderungen an der Fahrzeugsoftware sollten nur mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden.
  • Der Fahrzeughalter sollte sich genau über die Sicherheitseinstellungen von Geräten informieren, die an die OBD2-Diagnosebuchse angeschlossen werden.
  • Simpel, aber effektiv: Man sollte darauf achten, dass keine Fremden physischen Zugang zu dem Auto haben.
  • Wer glaubt, Opfer eines Hackerangriffes geworden zu sein, sollte umgehend diverse Behörden sowie den Autohersteller darüber in Kenntnis setzen.
Mehr zum Thema
pixel