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VW Caddy Alltrack, lohnt der Aufpreis?

Den neuen VW Caddy gibt’s auch als Alltrack. Mehr Bodenfreiheit, Allrad und der altbekannte Raum-Vorteil. Dennoch gibt’s bei einigen Punkten Abzüge.

10.02.2016 Press Inform

Licht und Schatten eilen dem neuen VW Caddy Alltrack voraus. Da wären zum einen sein großer Stauraum (3.200 Liter), der reichlich vorhandene Platz für 7 Passagiere und der wirklich gute Allradantrieb. Dem gegenüber befinden sich die Plastikleisten an Radhäusern und Seitenschwellern sowie die schicken Einstiegsleisten und eine exklusive Stoffbepolsterung, die den Preis von 32.269,99 Euro rechtfertigen sollen. Wo doch VW den Caddy als Conceptline TDI 4MOTION bereits 23.958,00 Euro anbietet, dann aber ohne Allradantrieb (beide Modelle mit jeweils 122 PS).

VW Caddy, ein Fest für Familien und Handwerker

Wer sich erstmal für den ab sofort erhältlichen Alltrack entschieden hat macht aber natürlich keinen Fehler. Ganz im Gegenteil. Der 4,43 Meter lange und 1,86 Meter hohe 1,5-Tonner bietet alles, was Familien, Handwerker oder jeder andere mit einem gewaltigen Platzbedarf benötigen. Von außen schon recht imposant nach oben gereckt entpuppt sich sein Heckabteil als schier bodenloses Fass. Die Zeiten, in denen ein Kinderwagen, ein Fahrrad oder sonstige Gefährte mühsam auseinandergebaut oder zusammengelegt werden mussten, sind vorbei. Oder noch einfacher gesagt: Wie bekommt ein Caddyfahrer die neue Küche in seinen Wagen? Caddy-Tür auf, Küche rein, Caddy-Tür zu.

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© Bild: Werk

Nix für echtes Offroad

Sollte das renovierungsbedürftige Haus mitten auf einem Berg am Ende einer steilen Schotterstraße stehen, ist das auch kein Problem. Die fünfte Generation der Haldex-Lamellenkupplung lässt zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Zweifel an seiner perfekten Arbeit aufkommen. Auch auf glatten oder unterschiedlich beschaffenen Untergründen spielt das Allradsystem seine Stärken sehr zur Freude des Fahrers aus. Wo hingegen das auf eine neue Küchenzeile wartende Haus immer noch nicht stehen darf, ist raues Gelände, das einer typischen Offroad-Bodenfreiheit bedarf. Denn mit einem Bodenfreiheitsgewinn von satten 1,0 Millimetern wird auch dem größten Laien schnell klar, dass die teuren Plastikbeplankungen eher der großen Show als irgendeiner Offroadexpertise dienen. Der serienmäßige Berganfahrassistent rettet da auch nicht mehr all zu viel.

Lärmpegel im Fahrzeug

Fernab des Geländes, sprich auf der normalen Straße, macht der neue VW Caddy Alltrack einen gewohnt robusten Eindruck. Die Federung ist knackig hart, da ja ständig mit einer bis zu 709 Kilogramm schweren Zuladung gerechnet wird und die Lenkung ist extrem leichtgängig. Der 2,0 Liter große Vierzylinder-Turbodieselmotor mit 122 PS und 300 Newtonmetern stellt eine der gelungensten Motor-Chassis-Varianten dar. Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe harmoniert gut mit dem starken Drehmoment, so dass spontane Überholvorgänge durch ein kurzes Herunterschalten keine besondere Herausforderung darstellen. Die Höchstgeschwindigkeit von 178 Kilometern pro Stunde liest sich normal, sollte aber nicht auf dem ständigen Tempo-Plan stehen. Nicht nur aus dem Grund, dass der Verbrauch von 5,4 Liter auf 100 Kilometern dann zur reinen Utopie wird. Sondern vielmehr aus Lärmschutzgründen für die Insassen. Gemütliche 120 Sachen reichen völlig und schonen zudem das Gehör.

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  • Arnulf M.

    Da der Dritte Weltkrieg unmittelbar vor der Türe steht kann ein robustes Allrad-Fahrzeug mit hoher Zuladung nur nützlich sein um sich gegebenermaßen vor dem Russen in die Alpenfestung nach Westen absetzen zu können.

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