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VW Beetle Dune, Schein und Sein

Volkswagen ringt vor allem in den USA um positive Aufmerksamkeit, da kommt der VW Beetle Dune gerade recht. Das Sondermodell gibt’s auch als Cabrio.

08.01.2016 Press Inform

Der VW Beetle Dune wirkt rein optisch mit seiner wuchtigen Frontschürze, 18-Zöllern, dunklen Kontrastlackierungen und einer um 1,4 Zentimeter verbreiterten Spur ein wenig aufgeblasen, sportlich. Doch der Schein trügt, denn technisch bietet das Sondermodell nicht mehr als ein normaler Beetle, der später in diesem Jahr eine winzige Modellpflege bekommt. Optisch macht er auf Crossover, doch abseits befestigter Wege hat er nichts zu suchen. Daran ändert auch die leicht erhöhte Bodenfreiheit nebst optischem Unterfahrschutz nichts, da der Beetle auch als Dune auf einen standesgemäßen Allradantrieb verzichtet.

VW Beetle Dune
© Bild: Werk

VW Beetle Dune, nix fürs Gelände

Aber natürlich tangiert dieser Umstand die potenzielle Kundschaft kaum, vielmehr geht es beim Dune um Emotionen, Pop und Farben. Und das es hauptsächlich um die Optik geht wird vom Sandstorm Yellow Metallic mit schwarzen Kontrastelementen, dunklen Radläufen und dem imposanten Heckspoiler förmlich in die Welt geschrien.

VW Beetle Dune
© Bild: Werk

Was fehlt

Die Innenausstattung ist sehenswert auf das Außendesign abgestimmt, lackiertem Armaturenbrett und konturierten Sportsitzen mit farblich abgestimmten Kedern. Was nicht gefällt, ist neben dem überschaubaren Platzangebot im Fond die billig anmutende Dune-Plakette, die das griffige Lederlenkrad an sich krönen soll. Nicht nur technisch, sondern auch optisch merkt man dem VW Beetle seinen mächtigen Rückstand gegenüber der aktuellen Golf-Generation an. Soundsystem, Navigation und Instrumente haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel und eine Lenkradheizung ist optional mittlerweile in fast jedem Kleinwagen zu bekommen. Nicht so im Beetle Dune Cabrio. Für Ausfahrten bei kühlen Temperaturen mit geöffnetem Cabriodach müssen daher die kräftige Sitzheizung und das aufklappbare Windschott reichen.

VW Beetle Dune
© Bild: Werk

Was noch mehr fehlt

Was schwerer negativ ins Gewicht fällt, sind die fehlenden Fahrerassistenzsysteme, denn Details wie Verkehrszeichenerkennung, Abstandstempomat, Spurhalte-, Notbrems- und Totwinkelassistent sucht man in der überschaubaren Sonderausstattungsliste vergeblich. In Österreich gibt’s den neuen VW Beetle Dune ab Jänner 2016 in drei Motorenvarianten, einem Turbobenziner mit 105 PS und zwei Turbodiesel mit 110 bzw. 150 PS. Die gelungene 170-PS-Benziner-Variante mit 1,8 Litern Hubraum in Verbindung mit dem sechsstufigen Doppelkupplungsgetriebe bleibt zunächst den USA vorbehalten. Dabei erscheint gerade dieser Turbomotor als Idealbesetzung für den Beetle Dune – egal ob Coupé- oder Cabriovariante.

VW Beetle Dune
© Bild: Werk

Der Preis

Die Fahrleistungen des 1,4-Tonnen-Käfers sind jedoch auch ab dem 110 kW / 150 PS starken 1.4 TSI allemal ausreichend. 0 auf Tempo 100 schafft der Fronttriebler mit Handschaltung Dank 250 Nm maximalem Drehmoment ab 1.500 U/min in 8,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit: langstreckentaugliche 203 km/h. Der Basispreis ist derzeit nur für Deutschland bekannt, da beginnt es mit dem VW Beetle Dune 1.2 TSI mit 23.625 Euro. Die bessere Wahl ist der mindestens 26.250 Euro teure Dune 1.4 TSI mit 150 PS, dessen Normverbrauch bei 5,7 Litern Super auf 100 Kilometern liegt. Wer in einem Beetle Dune den großen Kalifornien-Auftritt wagen will, der sollte dem Käfer-Nachfahren für 360 Euro Aufpreis auch die schwarzen Dekorstreifen auf Haube, Dach und Kofferraum gönnen. Ansonsten kommt man um Extras wie Navigationssystem, Xenonlicht, Klimaautomatik, Digitalradio und Connectivity Paket nicht herum. Macht unterm Strich rund 29.000. Wer sich die offene Cabrioversion gönnen will, startet mit 150 PS bei knapp über 30.000 Euro.

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