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Ausgenickt heißt es jetzt beim smart

Das automatisierte Schaltgetriebe hat im Smart ausgedient, das neue Doppelkupplungsgetriebe macht den Stadtfloh zur Flipperkugel. Hier der Smart Fortwo DCT Turbo.

02.07.2015 Press Inform

Das ruckartige Nicken mit dem Kopf galt bislang als Erkennungszeichen unter Smart-Besitzern, abgeleitet vom sehr eigenen Schaltverhalten des kompakten Zweisitzers. Schalten in einem manuellen Getriebe braucht einfach Zeit, auch wenn die Elektronik den Vorgang erledigt. Und dieser Zeit passiert nix. Und dann alles. Wer manuell eingriff und entspannt fuhr, konnte schön im Fluss bleiben, der Rest bekam den Ruck beim Kraftschluss zu spüren, was zu einem mehr oder weniger heftigen Kopfnicken führte. Im aktuellen Smart sorgt ein neues Doppelkupplungsgetriebe nun für ein Ende dieser Nick-Kultur.

Automatik für den Smart Fortwo

Das vollautomatische 6-Gang-Getriebe mit dem schönen Namen „twinamic“ kostet 1.010,– Euro Aufpreis und macht den Smart endlich zu einem komfortablen Stadtauto. Es liefert weiche Schaltvorgänge mit kaum merkbarer Zugkraftunterbrechung. Weiter steigern lässt sich die Leistung des Getriebes per Knopfdruck: In der „Sport“-Stellung dreht es vor dem Schalten deutlich höher und sorgt so für ein flotteres Fahrverhalten des Winzlings. Wer es noch intensiver haben will, für den gibt es gegen Aufpreis ein Paket mit Schalt-Paddles am Lenkrad.

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© Bild: Werk

Smarte 90 PS

Passend dazu sorgt ein 66 kW (90 PS) starker Turbo-Motor mit 898 ccm Hubraum für ordentliche Fahrwerte bei gerade mal 940 Kilogramm Leergewicht. Bis sich die ganze Kraft des maximalen Drehmoments von 135 Nm entfaltet, dauert es allerdings ein wenig. Ein Durchtreten des Gaspedals sorgt erst einmal gefühlte ein, zwei Sekunden für gar nichts. Dann hat es sich der Smart überlegt und drängt voran. Das Drehmoment-Maximum ist ab 2.500 U/min erreicht, 11,9 Sekunden braucht der Turbo-Smart, bis er die 100er-Marke reißt. Gar nicht so übel – ein Fiat 500 rennt auch nicht unbedingt schneller los, ganz zu schweigen von einem Citroen C1, Ford Ka oder VW Up! (trotz Rufzeichen).

Verbrauch

Bei 165 km/h ist im Smart die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Mehr muss auch nicht sein. In diesem Geschwindigkeitskorridor hält sich der Geräuschpegel des Dreizylinders vornehm zurück. Durchschnittlich ist der Verbrauch: 4,2 Liter je 100 Kilometer gibt Smart für die Automatik-Version selbst an. Die Beinahe-Konkurrenz liegt in Rufweite: Bei halbwegs vergleichbarer Motorleistung schluckt ein Citroen C1 offiziell 4,3 Liter, ein VW Up! will 4,2 Liter und ein Ford Ka 4,9 Liter.

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© Bild: Werk

Wendekreis und Kofferraum

Als Stadtauto ist der Smart Fortwo mittlerweile konkurrenzlos, seit Toyota seinen Winzling iQ hierzulande wegen anhaltender Erfolglosigkeit vom Markt genommen hat. Der Japaner war der einzige, der mit dem Wendekreis von 6,95 Metern mithalten konnte. Der Smart hat derweil seine Kürze behalten: Mit 2.695 mm eröffnet er neue Parkmöglichkeiten, die optionale Rückfahrkamera hilft dabei. Innen bietet der Smart Fortwo ein erstaunlich großzügiges Raumgefühl, die Sitze sind nun wirklich nebeneinander montiert. Wirklich beengt fühlt man sich nie, der Kofferraum ist von 220 auf 260 Liter angewachsen. Zum Vergleich: Der Kofferraum eines VW Up! fasst ohne umgeklappte Rücksitze nur 213 Liter.

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© Bild: Werk

Assistenzsysteme und Preis des Smart Fortwo

Aufgerüstet hat Smart inzwischen auch bei der Elektronik und den Assistenzsystemen. Abstandswarner, Start-Stopp-Automatik, Spurhalteassistent – alles in der Aufpreisliste zu finden. Serienmäßig verbaut ist ein Seitenwind-Assistent. Via MirrorLink lassen sich kompatible Smartphones integrieren und auf dem zentralen Display abbilden. Billig ist das alles nicht – wie schon beim Vorgänger. Für den 60 PS starken Basis-Fortwo werden mindestens 9.990,– Euro fällig, der 90 PS starke Turbo kostet ab 13.092,– Euro, mit Automatik sind es über 14.000,– Euro. Dafür gibt es anderswo schon vier Sitze.

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