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Porsche 911 R: Tradition hat einen hohen Preis

Fans des Saugmotors haben gejubelt, als sie vom neuen Porsche 911 R erfahren haben. Doch die Freude währte nur kurz, alle Fahrzeuge sind verkauft.

08.06.2016 Press Inform

Die Antwort auf die Wünsche der Sauger-Traditionalisten hört auf den Namen Porsche 911 R und ist rein technisch betrachtet eine Melange aus Porsche 911 GT3 RS und dem GT3. Die Reduktion von Gewicht war bei der Entwicklung des 911 R einer der wesentlichen Punkte. Das Dach ist aus Magnesium, dazu kommen noch Kotflügel, Scheiben aus Polycarbonat und die Kofferraumhaube aus Carbon. Die Rohkarosse stammt vom Porsche GT 3. Das Ergebnis der Kreuzung von zwei Fahrzeugen summiert sich auf ein Gewicht von 1.370 Kilogramm.

Porsche 911 R, da war doch was?

Erinnerungen werden wach an den Ur-911 R. Ein Tiefflieger mit 800 Kilogramm Gewicht und 210 PS. Ein Geschoss, Andreas Preuninger, Projektleiter der GT Straßenfahrzeuge, als den „Höhepunkt des Leichtbau-Wahnsinns“ bezeichnet. Damals war ein Ingenieur namens Ferdinand Piëch am Projekt beteiligt. Knapp 40 Jahre später schraubte Preuningers Truppe mit „mehr Herzblut al an jedem anderen Projekt“ an einem Nachfolger des legendären Sportwagens. Die Grundlage für den neuen 911 R war ein Prototyp des 911 GT3 RS mit Handschaltung statt des Doppelkupplungsgetriebes.

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© Bild: Werk

Das Herzstück

Nach knapp 14 Monaten Entwicklungszeit war die Fahrmaschine fertig. Wie es sich gehört, mit einem eigens entwickelten Sechsgang-Handschaltungsgetriebe und ohne festsitzenden Spoiler. Um dennoch genug Anpressdruck zu generieren, waren verschiedene aerodynamische Maßnahmen nötig, wie ein veränderter Unterboden, ein Spoiler, der höher herausschnellt, als bei den herkömmlichen Carrera-Modellen und ein Diffusor im Heck. So liegt der 911 R wirklich perfekt in der Hand. Das Herz des Puristen-Porsche schlägt im Heck des 911 R, hat vier Liter Hubraum, sechs Zylinder, wuchtet 368 kW / 500 PS auf die Kurbelwelle und stammt aus dem GT3 RS. Das ergibt ein Leistungsgewicht von 2,7 Kilogramm pro PS.

Spektakel für den Rücken

Mit einem kurzen Dreh am Zündschlüssel erwacht der Sechsender zum Leben. Schon nach wenigen Metern verschmilzt der Fahrer in den Sportsitzen mit dem Vehikel. Bald wird klar, der 911 R ist nicht gemacht, um auf der Rennstrecke die letzten Zehntel aus der Rundenzeit herauszuquetschen. Die Heimat des 911 R ist die Landstraße. Der Boxermotor mit Einmassen-Schwungrad beschleunigt in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und fährt bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 323 km/h. Doch diese Daten geben das Spektakel, das sich im Rücken des Fahrers abspielt, nur unzureichend wieder.

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© Bild: Werk

Motorsound wird zu Akustik-Orkan

Beim Schlendern durch die Stadt, gibt sich der 911 R so zivilisiert, wie es ihm möglich ist. Aber sobald es auf die Landstraßen – je kurviger, umso besser – geht, erwacht das Biest zum Leben: Der Motor schnaubt, röchelt, saugt gierig nach Luft und wird von einem metallischen Sägen untermalt. Um das Gewicht zu reduzieren, haben die Väter des 911 R am Dämm-Material gespart und so kommt die Verbrennungs-Sinfonie beinahe ungefiltert beim Fahrer an, der sich vorkommt, wie im Auge eines Akustik-Orkans. Der Boxer wirbelt lustvoll bis 8.500 U/min, dass dem Piloten schnell klar wird, dass es an Blasphemie grenzt, diese Maschine, dieses Ungetüm bei weniger als 5.000 U/Min zum Asphalt-Tanz zu bitten.

Die Preise für den Porsche 911 R explodieren

Die Schaltung hält jedes Versprechen der Ingenieure: knackig kurze Wege. Klack, vierter Gang – automatisches Zwischengas – dritter Gang. Anbremsen, die serienmäßigen Keramik-Bremsen sind gut dosierbar. Einlenkpunkt treffen, auf den Scheitel zielen: Die Ultra-High-Performance Pneus krallen sich in den Asphalt und das Vehikel carvt wie am Zirkel gezogen durch die Kurve. Unglaublich, wie leicht und beherrschbar dieses perfekt austarierte Sportgerät auf der Ideallinie entlang tänzelt. Die direkte Lenkung gibt den Weg vor, das Fahrzeug folgt. Das Fahrwerk bügelt jede Bodenwelle weg, wichtig ist, dass die Pneus nicht den Kontakt zum Untergrund verlieren. Die ultrastraffe Einstellung „Sport“ ist für brett-ebene Rennstrecken gedacht, in der freien Asphalt-Natur springt der 911 R über die Unebenheiten. Mit jedem Meter zieht der 911er einen in seinen Bann. Eigentlich will man dieses rollende Kunstwerk nicht mehr aus der Hand geben. Zu schade, dass die 991 Exemplare schon ausverkauft sind. Wer das Glück hat, einen zu bekommen, muss horrende Aufpreise bezahlen. Die teuersten Autos liegen bereits bei knapp einer Million.

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© Bild: Werk

Datenblatt Porsche 911 R

  • Motor: Sechszylinder-Benziner
  • Hubraum: 3.996 cm³
  • Leistung in PS (kW) bei U/min-1: 500 (368) bei 8.250
  • Max. Drehmoment (Nm) bei Umin-1: 460 bei 6.250
  • Höchstgeschwindigkeit: 323 (km/h)
  • Beschleunigung (0-100 km/h): 3,8 Sekunden
  • Getriebe: Sechsgang-Handschaltung
  • Antrieb: Heckantrieb
  • Treibstoffsorte: Super
  • Tank: 64 Liter
  • Verbrauch EU-Drittelmix: 13,3 l/100 km
  • CO2-Ausstoß: 308 (g/km)
  • Gewicht, Herstellerangabe: 1.370 kg
  • max. Zuladung: 290 kg
  • Abmessungen: 4.532 / 1.852 / 1.276  (Länge/Breite/Höhe)
  • max. Ladevolumen: 125 Liter
  • Preis: 245.759 Euro (Basismodell – )
  • Abgasnorm: Euro 6
  • Effizienzklasse: G
  • Sam

    Bei diesen Preisen sollte man sich getrost bei RUF umsehen, die bieten ähnliches für maximal die Hälfte dieses Preises..

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