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Opel Zafira: Auf Wunsch oben ohne

Aufgefrischt kommt der Opel Zafira im Modelljahr 2016 daher. Mit moderner Konnektivität und einer vereinfachten Bedienung soll gepunktet werden.

01.07.2016 Press Inform

Der Opel Zafira ist seit 17 Jahren eine Konstante. Selbst als viele dem Autobauer während der Krise die Letzte Ölung verabreichen wollten, hielten die Käufer zum Kompaktvan: Seit seinem Start 1999 entschieden sich rund 2,7 Millionen Autofahrer für den Zafira. Seit 2011 ist die dritte Generation am Start und da wurde es höchste Zeit für ein Facelift. Die erste gute Nachricht gleich vorneweg. Gottseidank gehört das Marketing-Scrabble, bei man zwischen dem Zafira Family (Generation B) und dem Zafira Tourer (Generation C) wählen konnte, der Vergangenheit an. Mit der Modellpflege gibt es nur noch einen Zafira und das ist auch genug. Im Grunde hat sich der Kompaktvan nicht großartig verändert: Nach wie vor überzeugt er mit seiner Variabilität. Die Rückbank ist um 15 Zentimeter in der Längsrichtung verschiebbar und gewährt so in der zweiten Reihe fürstliche Platzverhältnisse. Mit der Lounge-Konfiguration kommt in Opels eierlegenden Wollmilchsau ein Hauch von Luxus-Feeling auf.

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© Bild: Werk

Opel Zafira, aufgeräumt und Riesen-Panorama

Dazu verschiebt man die beiden äußersten Sitze etwas nach innen, nutzt das zweigeteilte Sitzkissen des Mittelplatzes als Armlehne und macht es sich gemütlich. Für 750 Euro bekommt man eine dritte Sitzreihe, die ist aber nur etwas für Kinder. Außerdem schrumpft dann der Kofferraum auf 152 Liter. Mit wenigen Handgriffen verschwinden die Notsitze im Ladeboden und hinterlassen einen ebenen Boden. Nutzt man alle Kniffe des Zafira aus, wächst das Gepäckteil auf ein Volumen von 1.860 Litern. Zum Vergleich: beim VW Touran Siebensitzer sind es maximal 1.857 Liter. Nach wie vor bietet Opel beim Zafira die Panorama-Windschutzscheibe (1.260 Euro Aufpreis) an. Durch das Verschieben der Sonnenblenden nach hinten entsteht eine Glaskuppel über den Häuptern der beiden Front-Passagiere. Das hilft gegen die Winter-Depression, heizt sich aber im Sommer auf und fordert die Klimaanlage heraus. Angesichts des Preises ein Extra, dessen Anschaffung wohl überlegt sein sollte. Neben der handfesten Praktikabilität hat Opel vor allem an der Konnektivität und der Bedienung geschraubt: Die Interieur-Designer haben die Knöpfe- und Hebel-Vielfalt deutlich reduziert.

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© Bild: Werk

Konnektivität im neuen Zafira

Im Zeitalter von Facebook und Whatsapp ist ein Familienvan ohne Konnektivität ein aussterbender Dinosaurier. Damit die Familienfahrt nicht zum Online-Desaster mutiert, können bis zu sieben Endgeräte mithilfe des LTE-Hotspots mit dem Internet verbunden werden. So ist die Rasselbande auf der Rückbank schon einmal ruhiggestellt. Der Fahrer profitiert vom Opel IntelliLink-System, mit dem iPhones und Android-Geräte problemlos eingebunden werden. Bei den Testfahrten klappte die Navigation mit den Apple Maps ausgezeichnet, die Ansagen kamen früh und fehlerfrei.

Lass dich von deinem Auto massieren

Dass der zentrale Sieben-Zoll-Touchscreen nicht mehr ganz up to date ist, stört dabei kaum, eher schon die angestaubte monochrome Schwarz-Weiß-Pixelgrafik zwischen den Rundinstrumenten. Immerhin unterstützen einige moderne Helfer, wie ein Toter-Winkel-Assistent oder ein adaptiver Tempomat den Fahrer. Dank der etwas erhöhten Sitzposition hat der den Verkehr gut im Blick und die Dreiecksfenster bei der A-Säule sind beim Abbiegen hilfreich. Die Kombination aus adaptiven Fahrwerk (950 Euro, nur für Top-Ausstattung erhältlich) und den ebenfalls aufpreispflichtigen vielfältig verstellbaren AGR-Sitzen (Aktion Gesunder Rücken) verleihen dem Zafira einen guten Langstrecken-Komfort. Vor allem in der Einstellung „Tour“ werden jegliche Unebenheiten zuverlässig weggebügelt.

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© Bild: Werk

Motorisierung und Preise des neuen Opel Zafira

Mit dem 147 kW / 200 PS Turbo-Benziner ist man alles andere als untermotorisiert unterwegs. Der aufgeladene Vierzylinder lässt sich dank des maximalen Drehmoments von 280 Newtonmetern auch schaltfauler bewegen, fährt aber bei Bedarf aber die Krallen aus. Dann sprintet der Zafira in 8,8 Sekunden auf Landstraßen-Tempo und erreicht 220 km/h Spitze. Der Verbrauch von 7,2 Litern pro 100 Kilometer ist nicht überragend, aber in Ordnung – preislich geht’s ab 32.550 Euro los. Wer viele Kilometer unterwegs ist, ist mit dem 125 kW / 170 PS-Diesel besser aufgehoben, hier starten die Preise ab 33.410 Euro. Im Angebot sind zwei Diesel und vier Benziner mit einem Leistungsspektrum von 88 kW / 120 PS bis zu 147 kW / 200 PS. Dazu kommen noch die 110 kW / 150 PS-Erdgas-Version (ab 32.990 Euro).

Alle Preise des neuen Opel Zafira – Modelljahr 2017

Daten Opel Zafira 1.6 Ecotec Direct Injection Turbo

  • Motor: Vierzylinder-Turbo-Benziner
  • Hubraum: 1.598 cm³
  • Leistung: 200 PS (147 kW) bei 5.500 U/min-1
  • max. Drehmoment: 280 Nm bei 1.650 bis 5.000 Umin-1
  • Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
  • Beschleunigung: 8,8 Sekunden von 0-100 km/h
  • Getriebe: Sechsgang-Handschaltung
  • Antrieb: Frontantrieb
  • Treibstoffsorte: Super Plus
  • Tank: 58 Liter
  • Verbrauch EU-Drittelmix: 7,2 l/100 km
  • CO2-Ausstoß: 168 g/km
  • Gewicht: 1.661 kg
  • max. Zuladung: 671 kg
  • Abmessungen: 4.666 / 1.982 / 1.660 (L/B/H)
  • max. Ladevolumen: 152 bis 1.860 Liter
  • Abgasnorm: EU 6
  • Effizienzklasse: D
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