1/14
 

Mini John Cooper Works Cabrio: Der stärkste Mini ohne Dach

Wie viel Fahrspaß steckt im neuen Mini John Cooper Works Cabrio? Nach etlichen Kilometern unter freiem Himmel gibt es eine eindeutige Antwort.

02.05.2016 Press Inform

Im neuen Mini John Cooper Works Cabrio geht es mit 231 PS über Landstraßen, vorbei an Feldern und Wiesen stets mit einem Gedanken: Straße hör nicht auf. Im Gegensatz zum Cooper S gibt es für den John Cooper Works 39 PS mehr, der damit das stärkste Mini-Modell am Markt ist. Schweller und Gittereinsätze im umlaufenden Schürzenornat unterstreichen die sportliche Auslegung des Kleinen.

Mini John Cooper Works Cabrio mit Handschaltung

Das Paket, das der Mini als 3,87 Meter langer John Cooper Works bietet, ist bekannt und je nach Gusto allemal schmackhaft. Überschaubare Abmessungen und ein nicht mehr ganz so geringes Gewicht von 1,4 Tonnen treffen auf einen ambitioniert werkelnden Zweiliter-Turbomotor mit jeder Menge Lust auf Kurven und Drang nach vorn. Ein Tritt aufs Gas und der Brite donnert los: Von 0 auf Tempo 100 in 6,6 Sekunden. In dem breiten Drehzahlband zwischen 1.250 und 4.800 U/min steht ein maximales Drehmoment von 320 Nm zur Verfügung. Wer unbedingt will, kann so auch schaltfaul fahren. Mehr Spaß macht es jedoch, die Gänge auszudrehen, denn die präzise Handschaltung ist eine echte Bereicherung. Störend allein die Lage der Mittelarmlehne, denn immer wieder ist diese dem arbeitenden Unterarm im Wege. Ebenfalls alles andere als ideal positioniert: der Dreh-Drück-Steller, der Soundsystem, Navigation, Bordcomputer und weitere Fahrzeugfunktionen bedient. Dass Mini sich Navigationssystem und eine Vernetzung inklusive stimmungsvoller Apps teuer in der Aufpreisliste bezahlen lässt, ärgert da noch mehr.

Mini-John-Cooper-Works-Cabrio (3)
© Bild: Werk

Was dem Mini John Cooper Works fehlt

Hat sich die jüngste Sportgeneration des Mini seine Hörner auf schlechten Fahrbahnbelägen weitgehend abgestoßen, nerven nach wie vor die spürbaren Antriebskräfte im Lenkrad. Wer mit Gasfuß über Landstraßen pflügt, muss das Steuer immer wieder fest im Griff haben – sonst macht dieses, was es will. Hier fehlt eine wirklich gute mechanische Quersperre, die den Tatendrang des drehfreudigen Triebwerks sinnvoll auf den Asphalt bannt. Ändert nichts daran, dass der Mini John Cooper Works auch als Cabriolet erwachsener und ausgewogener geworden ist. Per verschrobenen Drehring am Getriebehebel lassen sich die drei Fahrmodi durchschalten, von denen der sportlichste bei einem Energieriegel wie dem John Cooper Works noch wilder und rotziger sein dürfte. Die Höchstgeschwindigkeit des Cabrios liegt bei 242 km/h.

Wie macht sich das Fahrwerk?

Das Fahrwerk ist stramm gefedert, doch die Zeiten, in denen ein sportlicher Mini allein über Fahrbahnen und Unebenheiten hinweghoppelte, sind vorbei. Der vergleichsweise lange Radstand, die breite Spur und die gelungene Abstimmung lassen die 3,87 Meter lange Sonnenterasse durchaus auch einmal den Cruiser mimen. Allein für Kurven ist der Fronttriebler nicht mehr da. Gerade deshalb ärgert es umso mehr, dass sich Mini Verstelldämpfer extra bezahlen lässt. Die präzise Servolenkung und die kräftig zupackenden Bremsen gibt es jedoch ohne Aufpreis.

Mini-John-Cooper-Works-Cabrio (4)
© Bild: Werk

Innenraum und Laderaum

Im Innenraum gibt es das bekannte Mini-Paket mit guten Sportsitzen, einem griffigen Lenkrad und allerhand überflüssiger Spielereien in und um das zentrale Rundinstrument in der Cockpitmitte, das vergeblich über den illuminierten Ring versucht, mit den Insassen eine lebendige Verbindung aufzubauen. Das üppig dimensionierte Stoffdach öffnet vollelektrisch in etwas trägen 18 Sekunden – immerhin bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Unverändert praktisch bei kühlen Temperaturen: die Schiebedachfunktion, wodurch sich der vorderen Teil des Stoffdachs elektrisch nach hinten schiebt – freie Bahn für Sonne und Frischluft. Die stramme Stoffmütze selbst schirmt die Geräusche von außen gut ab; ragt im geöffnetem Zustand jedoch allzu hoch hinter den Rücksitzen hervor. Das sollte bei einem Cabrio der Neuzeit kompakter gehen. Schon deshalb, weil auf der Rückbank in der Realität kaum Personen sitzen dürften. 160 bis 215 Liter Laderaum sind nicht viel – aber durch die (umklappbare) Rückbank allemal ausreichend.

Preis des Mini John Cooper Works Cabrio in Österreich

Der Preis für das Mini John Cooper Works Cabrio liegt bei 36.650 Euro – über 4.000 Euro Aufpreis zur geschlossenen Variante. Den meisten Sonnenanbetern dürfte das jedoch allemal wert sein. Und ganz nebenbei hört sich der aufgeladene Vierzylinder mit seinem Schubblubbern bei den Schaltvorgängen offen nochmals schärfer an.

Daten: Mini John Cooper Works Cabrio

  • Motor: Vierzylinder-Turbo mit Direkteinspritzung
  • Hubraum: 1.998 ccm
  • Leistung: 170 kW / 231 PS
  • Max. Drehmoment: 320 Nm bei 1.250 bis 4.800 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 242 km/h
  • Beschleunigung: 0 – 100 km/h – 6,6 Sekunden
  • Gewicht: 1.385 kg
  • Normverbrauch: 6,5 Liter Super / 152 g CO2
pixel