1/14
 

Mercedes SLC 2016: Neuer Name, weniger Zylinder, große Beliebtheit

Seit mittlerweile 20 Jahren fährt der Mercedes SLC geschlossen wie offen auf den Straßen dieser Welt. Die überwiegende Zeit unter der Bezeichnung SLK. Was hat sich seither alles geändert?

18.04.2016 Press Inform

Eine dezente Überarbeitung hat der Mercedes SLC 300, Modelljahr 2016, erhalten, neue LED-Leuchteinheiten, die Motoren wurden auf den neusten Stand gebracht – auffälligster Unterschied ist jedoch die Nomenklatur. Der SLK heißt ja mittlerweile SLC und gehört jetzt offiziell zur C-Klasse-Familie. Der 4,13 Meter lange Zweisitzer bietet ein Laderaumvolumen von 225 bis 335 Litern bei geschlossenem Dach, was für einen Roadster weiterhin wirklich ordentlich ist.

Mercedes-SLC-300-(7)
© Bild: Werk

Seine Qualitäten hat der Mercedes SLC allesamt behalten

Ein schickes Spaßauto für alle Jahreszeiten ist der zweisitzige Mercedes nach wie vor. Das vollelektrische Klappdach lässt sich nach wie vor nicht während der Fahrt öffnen, sondern schwingt im lockeren Trab nur dann nach hinten, wenn der Öffnungsvorgang beinahe im Stand begonnen wurde. Ein wirklich großer Wurf ist das ebenso wenig wie beim großen Bruder Mercedes SL – aber immerhin besser als bisher, als eine Bedienung nur im Stand möglich war. Platzangebot, Bedienung und Verarbeitung sind so solide, wie man es vom bisherigen SLK kannte. Neuerungen gibt es insbesondere bei den Motoren.

Mercedes-SLC-300-(8)
© Bild: Werk

Motorenpalette beim Mercedes SLC

Das Topmodell wird nun nicht mehr von einem bollernden V8-Sauger mit 421 Pferden befeuert, sondern muss mit zwei Zylindern und rund 50 PS weniger, sowie einem allzu künstlichen Sportwagenklang auskommen. Da der Mercedes AMG SLC 43 jedoch eine ähnlich zu vernachlässigende Größe im Modellprogramm darstellt wie der fehl besetzte SLC 250d, lockt insbesondere der SLC 300 mit 180 kW / 245 PS nebst serienmäßiger Neungang-Automatik. Nicht, dass er wie man zunächst hoffen dürfte, von einem sonor trommelnden Sechszylinder befeuert würde, erscheint seine gekonnte Mischung aus Kosten, Nutzen und Fahrleistungen jedoch als die rechte Wahl.

Fahrprogramme im Mercedes SLC

Nach einem winzigen, aber spürbaren Turboloch geht es Dank 370 Nm maximalem Drehmoment zwischen 1.300 und 4.000 U/min überaus kraftvoll voran. So schafft der 1,5 Tonnen schwere Roadster den Ritt von 0 auf Tempo 100 in guten 5,6 Sekunden. Der Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h steht ein guter Normverbrauch von 5,8 Litern Super auf 100 Kilometern gegenüber. Hinter dem Mercedes SLC 300 versteckt sich der aus dem Konzern bestens bekannte Zweiliter-Turbo mit vier Zylindern und munteren 245 PS. Auch bei ihm wirkt der Klang zumindest in den beiden Sportprogrammen allzu zwanghaft auf Dynamik getrimmt. Dabei muss das gar nicht sein, denn das Gesamtpaket aus drehfreudigem Vierzylinder-Turbo und Neunstufen-Automatik gefällt. Je nach vorgewähltem Fahrprogramm passen sich Lenkung, Fahrwerk, Motorcharakteristik und Getriebecharakteristik den Wünschen des Piloten an. Die Lenkung ist präzise, doch gerade bei höheren Tempi dürfte der Widerstand etwas größer sein.

Mercedes-SLC-300-(6)
© Bild: Werk

Preis des neuen Mercedes SLC

Der Mercedes SLC 300 ist dabei weder Cruiser noch echter Kurvenräuber, sondern eben ein lässiger Roadster für alle Tage und die meisten Gelegenheiten. Wer will, kann es Dank variabler Dämpfer auch einmal sportlicher angehen lassen. Lässig durch die Seealpen oder mit ausreichend Restkomfort die Küstenlinie entlang ist gerade mit dem kraftvoll motorisierten 300er-Triebwerk schon mehr sein Ding. Dabei halten sich die Luftverwirbelungen im Innern auch dann in Grenzen, wenn man die seltsamen Plexiglasvisiere hinter den festen Überrollbügeln dort lässt, wo sie hingehören. Für wohlige Wärme sorgen Sitzheizung, Nackenfön und eine hohe Fensterlinie. Roadsterausflüge in Herbst und Winter sind so allemal machbar. Die Preisspanne des Mercedes SLC beginnt bei 37.200 Euro für den SLC 180 mit dem 156 PS 1,6-Liter-Vierzylinder. Besser sind der SLC 200 (184 PS) oder eben gleich der SLC 300 (245 PS), die mindestens 44.700 bzw. 51.650 Euro kosten. Am oberen Ende der Preisskala steht der AMG SLC 43 mit 69.390 Euro.

pixel