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Der stärkste Lamborghini aller Zeiten

Die wesentliche Zahl befindet sich im Namen und lässt den Supersportler zum stärksten Lamborghini aller Zeiten werden. Aventador LP 750-4 Superveloce.

26.05.2015 Online Redaktion

Wie lange der Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce der stärkste Supersportler aus dem italienischen Hause ist, kann nur geraten werden. Derzeit bedeuten 750-PS, also ein Leistungsgewicht von 2,03 Kilogramm pro PS, den Leistungszenit des italienischen Autoherstellers. Natürlich ist solch ein Fahrzeug in einer limitierten Auflage erhältlich, in diesem Fall sind es 600 Stück, die an zahlungsüberkräftige Menschen verkauft werden. Jenseits der 400.000-Euro-Marke ist der Aventador LP 750-4 Superveloce angesiedelt.

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© Bild: Werk

Lenkung und Schaltung des Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce

An dieser Stelle darf kurz gedacht werden, dass der Fahrer dann doch einfach die Finger von den großen Schaltwippen lassen und die Gangwechsel der Automatik überlassen könne. Doch genau dann stellt sich raus, dass das Getriebe die Gänge weder immer zum korrekten Zeitpunkt, noch besonders feinfühlig wechseln kann. Warum Lamborghini kein rein manuelles Schaltgetriebe anbietet erklärt Entwicklungschef Maurizio Reggiani trocken so: „Nicht jeder Käufer ist ein gelernter Rennfahrer.“ Oder anders formuliert: Das Getriebe würde besonders im Stadtverkehr auf Grund der gewaltigen Kräfte im Nu pulverisiert. Dass die Schaltwippen fest installiert und sich nicht mit dem Lenkrad mitbewegen spielt hier ausnahmsweise keine Rolle. Denn dank einer verbesserten dynamischen Lenkung treten nur beim Rangieren Lenkwinkel auf, die das manuelle Schalten unmöglich machen würden.

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© Bild: Werk

Tesla kann ruhig kommen

Das perfekte Einlenken und die brachiale Kraftentfaltung sind das eine, die erreichbaren Querbeschleunigungen das andere. Dafür unverzichtbar ist sein unverkennbares Markenzeichen: Der keinesfalls nur zu Showzwecken installierte Heckflügel, der den Abtrieb um 170 Prozent auf insgesamt 218 Kilogramm erhöht. Dank ihm werden die Innereien der beiden Insassen in schnell gefahrenen Kurven äußerst effektvoll umsortiert. In 2,8 Sekunden geht es auf Tempo 100, bei einer Geschwindigkeit von 350 Kilometer pro Stunde ist dann Schluss. Wir freuen uns jetzt schon auf zahlreiche Videos vom neuen Aventador, wie er Kontrahenten stehen lässt.

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© Bild: Werk

Kampfjet mit Humor

Neben all den physikalisch möglichen und auch tatsächlich erfahrbaren Superlativen während eines Nackenmuskel zerreißenden Ausritts, bietet der 1,5 Tonnen schwere Lamborghini auch humoristische Momente – je nach Humor versteht sich. So wirkt ein Blick auf die Restreichweite direkt nach einem erneuten Volltanken bei Umweltfreunden für ein hysterisches Lachen. Gleichzeitig sorgt der große und in schönstem Gelb erstrahlende Tacho-Display für ein Kampfjetgefühl. Im neuen Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce scheint jedoch alles bis ins Details harmonisch zusammenzupassen, wenn nicht sogar zusammenzugehören. Den italienischen Supersportwagen-Schöpfern ist erneut ein waschechter Lamborghini mit allem was dazugehört gelungen.

  • Michael Kratz

    Denn dank einer verbesserten dynamischen Lenkung treten nur beim Rangieren Lenkwinkel auf, die das manuelle Schalten unmöglich machen würden.

    Ach, und Spitzkehren und Haarnadeln ?

    • Patrick Aulehla

      Der 1te Gang wird wohl am 100er kratzen, sollte man in einer Haarnadel oder einer Spitzkehre tatsächlich den 2er benötigen, ist man entweder Walter Röhrl oder tot.

    • Michael Kratz

      @patrickaulehla:disqus Ich brauch nicht Walter Röhrl zu sein um nach einer Spitzkehre oder Haarnadel schnellstmöglich wieder hochschalten zu wollen. Sicher will ich nicht den 1.Gang bis zum Begrenzer ausdrehen, lieber zupf ich den 2. Gang früher rein, um nicht unnötig Hektik reinzubringen und besser zu beschleunigen. Im Übrigen gibt es Haarnadelkurven die man durchaus im 2. entert, um dann am Scheitel den 1. reinzugeben. In Summe sind feststehende Paddel halt nicht so ideal.

    • Patrick Aulehla

      Deshalb ja auch die dynamische Lenkung, um mit möglichst wenig Lenkeinschlag möglichst großen Radeinschlag zu bekommen, wodurch man in den meisten Lagen zum Gangwechsel kommen sollte. Ich würde aber grundsätzlich davon abraten am Scheitelpunkt zu schalten, der Gang mit dem die Kurve am Kurvenausgang verlassen wird, sollte am Kurveneingang schon drin sein, abgesehen von 3ter oder 4ter gang kurven mit ordentlich Speed, wo schalten schlicht unabdingbar ist (da wiederum aber wenig Einschlag). Und wenn man mit ordentlich Knülle aus so einer 180er rauskommt, ist man tendenziell leicht quer unterwegs, da kann sich so ein feststehendes Paddle schon lohnen, um zu wissen wo rauf und runter ist. Oder beim harten Anbremsen, wenn sich das Heck ein wenig zur Seite neigt und man nachkorrigieren muss. Aber die Paddle Sache ist zugegeben seit jeher eine Streitfrage, beide Varianten haben ihre Nachteile… Hauptsache der Gang geht irgendwie rein

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