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Kia pro_cee’d GT: Unmoralisches Angebot

Der Kia pro_cee’d GT ist 2016 selbstbewusster denn je und zeigt mit einem beinahe unmoralisch anmutendem Angebot der Konkurrenz die kalte Schulter.

25.03.2016 Online Redaktion

Die Sportlichkeit ist ihm ins Gesicht geschrieben. Wer dabei jetzt an, mit Bräunungscreme verschmierte, Bodybuilder denkt der irrt. Selbstbewusst sieht der neue Kia pro_cee’d GT im Modelljahr 2016 aus und dabei kann der Koreaner nicht nur böse dreinschauen, sondern versprüht dank Chromoptik an Fensterrahmen und Kühlergrill und 18-Zoll-Alufelgen, nicht nur Kraft sondern Eleganz.

Kia ceed gt 2016 rot scheinwerfer front vorne kühlergrill felgen
© Bild: Michael Szemes

Nix für Knopf-Phobiker: Kia pro_cee’d GT

Jetzt aber Platz genommen im GT und da sticht sogleich die weiterhin ungebremste Vorliebe für Knöpfe und Schalter dem Betrachter ins Auge. Wo andere Hersteller die Bedienung bereits nahezu komplett auf Touchscreens verlagert haben, gibt es für alle Freunde der Flugzeugcockpits ein reichlich bestücktes Betätigungsfeld; Kia setzt weiterhin auf die Symbiose von zwei Bedienwelten und bietet damit für alle Finger-Typen etwas. Kann man gut finden, unangepasst, oder ist das bereits schon wieder retro? Anordnung und Ergonomie sind jedenfalls gegeben und das scheint uns die Hauptsache.

Kia ceed gt 2016 rot innenraum lenkrad armaturenbrett mittelkonsole sitze
© Bild: Michael Szemes

Der Testwagen: Kia pro_cee’d GT 1.6 TGDI

Wir fuhren den Kia pro_cee’d GT 1.6 TGDI in der Top-Ausstattung. Und mehr geht dann auch wirklich nicht, jedes erdenkliche Assistenzsystem und Infotainment-Gadget steckt im GT. Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, Navigationssystem, 2-Zonen-Kilmaautomatik, Tempomat und und – hier die komplette Ausstattungsliste. Das macht alles Sinn und funktioniert auch hervorragend, obwohl ab und an der Parkassistent eine Spur überempfindlich ist, kennen wir aber auch von anderen Herstellern.

Kia ceed gt 2016 rot display detail radio
© Bild: Michael Szemes

Auf die Recaro-Plätze, fertig und los

Die Recaro-Sportsitze sind wirklich hervorragend, geben die notwendige Stabilität wenn mal die Kurven energischer durchfahren werden, einzig die Sitzhöhe ist für großgewachsene Menschen etwas zu gering ausgefallen. Von 0 auf Tempo 100 befördert der Kia pro_cee’d GT die Insassen in 7,7 Sekunden, Schluss ist dann bei 230 km/h. Was den werkseitig angegebenen Verbrauch von 7,4 l auf 100 km betrifft, der kletterte bei uns dann eher in Richtung 9 Liter, bei moderater Fahrt auf der heimischen Autobahn.

Kia ceed gt 2016 rot vorne front kühlergrill
© Bild: Michael Szemes

Ab in die Kurve

Bekanntlich ist der Verbrauch jedoch in der Liga der sportlichen Kompakten eher ein zweit-, drittrangiges Kaufargument. Viel wichtiger ist doch hier, dass der GT abseits der Autobahn und dem Stadtverkehr richtig gute Laune versprüht, da steigt die Freude mit der Aussicht auf jede Kurve und das neue – wirklich gut gelungene – Sportlenkrad will nur fürs Schalten losgelassen werden. Bleiben noch die Kosten für unseren Testwagen, die belaufen sich auf 30.990 Euro (inkl. MwSt. und NoVA). Angesichts der Top-Ausstattung eine wirklich faire Preisgestaltung und beinahe schon ein unmoralisches Angebot.

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