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Jaguar F-Pace 3.0 S: Gleich an die Spitze?

Der Jaguar F-Pace startet gleich in seinem ersten Lebensjahr voll durch und fährt an der Spitze der Premium-SUV mit.

15.04.2016 Press Inform

Vom neuen Jaguar F-Pace sind in Deutschland bereits 1.000 Fahrzeuge vorbestellt. „Der F-Pace wird unser bestverkauftes Modell. Wir rechnen mit einer Eroberungsrate von 90 Prozent. Davon sind 50 Prozent vorher SUVs anderer Hersteller gefahren“, so Jaguar-Land-Rover-Deutschland-Chef Peter Modelhart. Nicht nur das, mit dem F-Pace wollen die Briten auch den Jungbrunnen entdecken und das Durchschnitts-Alter der Jaguar-Fahrer um zehn Jahre auf knapp über 40 Jahre senken.

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© Bild: Werk

Jaguar F-Pace überzeugt mit Fahrdynamik

Das sind selbstbewusste Worte: angesichts der Tatsache, dass vor wenigen Jahren ein Jaguar-Geländewagen undenkbar war. Doch der britische Autobauer spielt mit dem Erstlings-SUV gleich um die Tabellenführung der Liga mit. Die Fahrdynamik-Meisterschaft wird nicht mehr zwischen München und Zuffenhausen entschieden, jetzt greift das SUV von der Insel aus, an. Die Geschwindigkeit und die Präzision, mit der die 1.861 Kilogramm schwere Raubkatze um die Ecken pfeift, beeindruckt. Jedes Kurvenstakkato, egal welchen Radius die Ecken aufweisen, lässt sich mit derart spielerischer Leichtigkeit bewältigen, dass einem unweigerlich der – zugegebenermaßen – strapazierte Gokart-Vergleich in den Sinn kommt. Anbremsen, anpeilen und wieder auf’s Gas steigen. Würde man nicht aus einer gewissen Höhe auf das Asphaltband blicken, wähnte man sich in einer anderen Fahrzeuggattung. Wankneigung und Unruhe im Chassis? Fehlanzeige.

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Lenkung und Dämpfung im F-Pace

Die Lenkung erreicht das Niveau der beiden deutschen Kontrahenten, ist aber leichtgängiger und gibt etwas weniger Rückmeldung. Trotz der breiten 265er-22 Zoll Reifen ist der F-Pace dank des adaptiven Fahrwerks komfortabel. Mit herkömmlichen Dämpfern reagiert die Offroad-Raubkatze dagegen auf Unebenheiten hölzern-stößig und schart in engen Kurven genervt mit den Vorder-Pforten. Der Allradantrieb, bei dem das Wissen der Land-Rover-Kollegen eingeflossen ist, garantiert Traktion und hilft dem F-Pace, auch abseits geteerter Straßen voranzukommen.

Verbrauch und Motorsound

Bei den Fahrleistungen spielt der F-Pace ebenfalls in der ersten Liga mit: Nach 5,5 Sekunden erreicht der Jaguar Tempo 100 und bei 250 km/h schiebt die Elektronik dem Sprint der Raubkatze einen Riegel vor. Gelungen ist auch die Abstimmung der ZF-Achtgang-Automatik mit dem Twin-Vortex-Kompressor-V6-Motor. Diese Kombination sorgt für eine sämige Kraftentfaltung des 280 kW / 380 PS-Triebwerks. Das maximale Drehmoment von 450 Newtonmetern liegt bei 4.500 U/min an. Das resultiert in einem Norm-Verbrauch von 8,9 Litern pro 100 Kilometer. Damit überbietet der F-Pace den BMW X4 M40i (360 PS) um 0,3 Liter pro 100 Kilometer und befindet sich in etwa auf Augenhöhe mit dem 360-PS-starken Porsche Macan GTS (8,8 bzw. 9,2 l/100 km). Der Motorenklang passt zum gepflegten Auftritt des Jaguars. Der Sechszylinder knurrt kernig und ist stets präsent, aber bei weitem nicht so krawallig, wie der unlängst gefahrene Maserati Levante.

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Bedienung des Infotainments

Der Innenraum des Briten gefällt mit fein verarbeitetem Leder und Klavierlack-Applikationen. Auch beim Infotainment verkürzt Jaguar den Rückstand auf die Konkurrenz. Die Bedienung erreicht zwar noch nicht Platz eins, ist aber um Klassen besser, als bei den Jaguar-Modellen, die noch vor zwei Jahren vom Band liefen. Selbst Fans analoger Rundinstrumente werden von den digitalen Anzeigen hinter dem Lenkrad angetan sein. Die Darstellung des Tachos und Drehzahlmessers ist gestochen scharf und das Display ändert je nach gewähltem Fahrprogramm sein Aussehen.

Preis und Marktstart des Jaguar F-Pace

Platz ist im 4,73 Meter langen F-Pace genug. Auf der Rückbank werden Langstrecken für Passagiere mit einer Körpergröße jenseits der 1,90 Meter nicht zur Qual. Dass diese Raum-Opulenz nicht zu Lasten des Gepäckabteils geht, zeigt das Kofferraum-Volumen von 650 bis 1.740 Litern. Allerdings ist der Jaguar F-Pace kein Schnäppchen: Unter 90.300 Euro geht beim Top-Modell (S AWD 280 kW) gar nichts. Das ist gleich viel wie beim Porsche Macan GTS 90.493 Euro) und um einiges mehr, als beim BMW X4 M40i (78.900 Euro), der aber nicht so umfangreich ausgestattet ist.

  • bertl

    Jaguar kann, obwohl als kleiner Hersteller besonders exclusive mit den deutschen möchtegern Premium Hersteller auch preislich mithalten.

  • Dissenziente

    Seit langem wieder mal ein Auto das mir auf den ersten Blick wirklich gut gefällt. Stimmige Proportionen und nicht protzig bzw. klobig. Und nichts Germanisches, was bei mir die Sympathie zusätzlich steigert…freu mich auf die erste Probefahrt!

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