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Ford S-Max, alles richtig gemacht?

Die Ausstattung des neuen Ford S-Max kann sich sehen lassen, die Motorisierung ebenfalls und selbst der Preis erscheint uns als extrem fair. Alles richtig gemacht?

15.11.2015 radical mag

Als Ford den S-Max 2006 auf den Markt brachte, war er damals eine wirklich einzigartige Mischung aus Mini-Van und Limousine (abgesehen vielleicht von der zu Recht wenig erfolgreichen R-Klasse von Mercedes, die 2005 auf den Markt gekommen war). Technisch war der S-Max der Zwillingsbruder des Galaxy, einfach: flacher, sportlicher, schicker. Und er bot trotzdem bis zu sieben Personen, sowie noch reichlich Gepäck, viel Platz, die zweite und dritte Sitzreihe ließen sich komplett im Kofferraumboden versenken. Was damals noch nicht selbstverständlich war. Das Konzept wurde gut aufgenommen, der S-Max verkaufte sich in manchen Märkten, deutlich besser als der Galaxy. Dies auch deshalb, weil er von den Flottenkunden gut aufgenommen wurde – und weil er halt eben auch ein schönes Maß an Fahrfreude bieten konnte. Auch der eilige Familienvater konnte durchaus ein wenig Spaß kaufen mit dem großen Ford.

Der neue Ford S-Max in der 2. Generation

Lange hat es gedauert, jetzt kommt endlich die zweite Generation des S-Max. Konkurrenten hat der Ford so ganz direkt weiterhin keine – sicher auch ein Grund für seine Väter, am außergewöhnlichen Konzept (und der technischen Verwandtschaft mit dem ebenfalls neuen Galaxy) nichts zu verändern. Und so kann der Nachfolger dort ansetzen, wo schon der Vorgänger punkten konnte: viel Platz, sehr ansprechendes Fahrverhalten, gutes Design. Die in die Jahre gekommene Form des S-Max haben die Ford-Designer mit nur wenigen Veränderungen und selbstverständlich den nötigen Anpassungen an die Designsprache des Hauses wieder bestens hingekriegt, der S-Max wirkt modern – und doch angenehm unaufdringlich.

Ford-S-Max (1)
© Bild: Werk

Schöner, hochwertiger und leichter

Natürlich wurden auch innen die entsprechenden Anpassungen gemacht, alles wurde leichter, hochwertiger, sogar: schöner. Im Vergleich zur Konkurrenz gibt es aber bei Ford im Interieur immer noch ein wenig gar viele Knöpfchen und Schalter, obwohl der Trend da ja eigentlich in eine andere Richtung weist. Doch ergonomisch ergibt das alles schon Sinn, man weiß, was man hat – und wo es ist. Anständige Sitze, eine gute Sitzposition, nicht zu hoch.

Strafzettel ade

In den vergangenen Jahren hat Ford extrem aufgerüstet, was die Assistenz-Systeme betrifft. 16 sollen es sein im neuen S-Max, die Aufzählung würde langweilig werden und den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen. Erwähnt sein muss aber der Adaptive Speed Limiter, der die Geschwindigkeit den Information von Verkehrszeichen und dem Navigationssystem anpassen kann: man fährt dann also 50, wo 50 angezeigt ist. Lobenswert ist, dass Ford manche dieser vielen Systeme in den serienmäßigen Lieferumfang packt, während sie bei anderen Herstellern oft nur gegen Aufpreis zu haben sind.

Ford-S-Max (2)
© Bild: Werk

Ruhe und Sturm

Am besten zum grundsätzlich eher sportlichen Charakter des S-Max passt der neue 2-Liter-EcoBoost-Benziner mit stolzen 240 PS, gekoppelt an ein Automatikgetriebe (ab 43.150 Euro). Derart angetrieben, wird der S-Max zu einem ausgesprochen souveränen Reisewagen, mit dem auch Fahrten über längere Strecken zur Freude werden. Die Fahrwerksabstimmung hat schon immer zu den größten Stärken der Ford-Ingenieure gehört, und auch im S-Max zeigen sie mit einer feinen Mischung zwischen Komfort und Sportlichkeit ihre ganze Kompetenz. So ein S-Max ist auch einer flotten Passfahrt alles andere als abgeneigt – und transportiert doch auch die Schwiegereltern ganz bequem zum Sonntags-Brunch. Außergewöhnlich: die Ruhe, die im S-Max herrscht. Da hat Ford einen großen Fortschritt erreicht. Der wichtigste Fortschritt allerdings: der S-Max ist jetzt auch als 4×4 erhältlich.

Preis des neuen Ford S-Max in Österreich

Mit einem Basispreis von 34.050 Euro ist der S-Max in der Summe seiner Qualitäten ein sehr gutes Angebot. Und auch mit dem stärksten Diesel (2-Liter, 210 PS, ab 43.350 Euro) sowie dem gerade so sehr gelobten 240-PS-Benziner steigt der Kaufpreis auch bei sehr kompletter Ausstattung nicht über 60.000 Euro. Da darf man Ford durchaus auf die Schulter klopfen.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com

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