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Ford F-150, der Star am US-Himmel

Er ist der Star des US-Automarkts. Er ist der weltweit meistverkaufte Pick-Up und er ist niemals nie zu übersehen, der neue Ford F-150.

21.01.2016 Press Inform

Eine Naturgewalt ist der Ford F-150 allemal. In der Natur fühlt sich der gewaltige Pick-Up auch richtig wohl und da gehört er auch hin. Der Ford F150 ist ein richtiger Star, nicht nur, dass er das meistverkaufte Automobil der USA ist, sondern gleichzeitig auch der meistverkaufte Pick-Up der Welt. Und das nicht erst seit diesem Jahrzehnt oder Jahrhundert. Die Amerikaner stehen schon seit über drei Jahrzehnten auf den selbstgemachten Detroiter. Zwar sitzen ihm die Pick-Up-Konkurrenten Chevrolet Silverado und Ram im Nacken, doch so richtig gefährlich werden sie dem ab 25.000 Euro (US-Preis, versteht sich) erhältlichen Ford noch nicht. Doch warum ist das überhaupt so? Was finden die USA und auch andere Nationen an solch einem Nutzfahrzeug? Sind sie doch viel zu groß, unhandlich und eigentlich auch gar nicht so wirklich praktisch. Vom Spritverbrauch einmal ganz abgesehen.

Ford-F-150-ecoboost (2)
© Bild: Werk

Ford F-150 auf US-Straßen fühlt er sich wohl

Die Antwort ergibt sich schon nach wenigen selbstgefahrenen Meilen am Steuer des Ford F-150. Der Punkt „zu groß“ zieht hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schon mal gar nicht. Die Straßen und Parkplätze sind schlicht gesagt breiter als in Europa. In den USA herrscht vor allem außerhalb der Metropolen alles andere als Platzmangel. In den Vereinigten Staaten sind vier, fünf oder sechsspurige Straßen keine Seltenheit. Hier wurden von Anfang an mehrere Fahrspuren angelegt. Was gleichzeitig dafür sorgt, dass es nur wenige Baustellen gibt, die eine Fahrspurverbreiterung zum Ziel haben. Davon können Autofahrer in Europa nur träumen. Ein weiterer Vorteil des Verkehrssystems in den USA kommt Fahrern eines zugegebener Maßen nur für unsere Ansprüche zu langsamen Pick-Ups zugute: Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von je nach Bundesstaat maximalen 130 Kilometern pro Stunde. In Kombination mit dem sich nur sehr schleichend etablierenden Rechtsfahrgebot kann zudem über einen längeren Zeitraum – und der kann in den USA schon mal mehrere Stunden betragen – von einem Spurwechsel abgesehen werden.

Alles ist irgendwie eine Nummer größer

Das Besondere ist aber eigentlich das reine Fahrgefühl in solch einem F-150 Platinum 4×4 SuperCrew. Denn, dass hinter der zweiten Sitzreihe, in der Passagiere mehr Platz als in einer S-Klasse-Langversion haben, noch eine gewaltige Ladefläche prangt, ist überhaupt nicht spürbar. Es wäre zwar gelogen zu behaupten, dass sich der 5,89 Meter lange und zwei Tonnen schwere Truck wie eine Limousine fährt. Zu indirekt ist seine Lenkung, zu groß das Lenkrad an sich und zu holperig das blattgefederte und starrbeachste Hinterteil. Angst muss aber niemand vor ihm haben. Ganz im Gegenteil. Erst einmal ins Cockpit geklettert übermannt einen das Gefühl von purer Freiheit. Fährt nicht gerade ein noch größerer Truck neben oder vor einem her, finden die Augen erst an weit entfernten Punkten Halt. Und auch im Inneren herrscht vor allem eines: Platz. Genau diesen findet im Land, wo alkoholische Getränke auch gern mal in undurchsichtigen Papiertüten transportiert werden müssen, auch im Nu eine Bierkiste in der Mittelarmlehne. Noch einfacher ist es natürlich, direkt ein paar Kilogramm Eiswürfel hineinzukippen. Um die Strandparty perfekt oder die Federung einfach ein wenig komfortabler zu machen, fehlen nur noch Sand auf der Ladefläche. Wem das wiederum zu wenig ist, der kann auch einfach einen Anhänger mit bis zu 5,5 Tonnen hinter sich her ziehen.

Gigantische Außenspiegel und ein ordentlicher Antritt

Der 3,5 Liter große und 370 PS starke Fünf- oder auf Wunsch auch Sechssitzer wirkt ohne Anhänger überraschend spritzig. Ein beherzter Tritt aufs Gaspedal und der 1,95 Meter hohe Riese reißt sich von der Kette. Unter angemessenem Motorenklang werden die freie Ladefläche und alles, was an ihr dranhängt und draufliegt, vergessen. Die Sechsgang-Automatik schaltet unauffällig und die Abrollgeräusche halten sich in Grenzen. Und das trotz der riesig wirkenden Außenspiegel, ohne die der F-150 lediglich 2,03 Meter breit wäre. Zu einer sicheren Fahrt mit einem solchen Ungetüm gehört allerdings auch ein gutes Gedächtnis. Denn vor der nächsten Kurve sollte sich der Masse, die soeben so flink nach vorn gepeitscht wurde, schnellstmöglich wieder bewusst gemacht werden. Die Bremsen des F-150 packen zwar zu, doch die Gesetze der Physik können auch sie nicht umfahren. Gleiches gilt auch für den Spritverbrauch von 14 Litern Benzin auf 100 Kilometern. Eine Tankfüllung kostet rund 55 Euro – nur, dass der Tank auf Wunsch mit 136 Litern Fassungsvermögen mehr als doppelt so groß ist, als der eines deutschen Mittelklassewagens.

  • Marcus Lang

    Der F150 ist „für einen Pickup“ sehr sparsam: In der 2,7L Ecoboost V6 – Version (die 325 PS beschleunigen das Auto angeblich ganz ordentlich) hat er ein EPA-Rating von 23 mpg, d.h. 10L Überland. Die US-Verbrauchswerte erreicht man auf US Straßen (bei Geschwindigkeiten bis 128 km/h oder 80mph) auch in der Realität.
    Ein Realverbrauch von 10L für ein Auto dieser Größe würde einem Diesel gut anstehen, aber der Ford F150 2,7Ecoboost ist ein Benziner!! Also kein NOx-Problem, kein sich verstopfender Partikelfilter, kein AdBlue-Nachtanken! Abgesehen davon, dass (m.M.n.) wenige Leute so ein großes Auto wirklich „brauchen“, ist der Verbrauch ganz gut. Damit ein Diesel-Pickup auf ein solches CO2-Niveau kommt darf er nicht mehr als 8,6L Diesel verbrauchen. Die Notwendigkeit für einen Diesel erschließt sich mir also auch bei einer so großen Autogattung nicht.

  • Bogdan Mileki

    So etwas gibt es auch bei uns von Volkswagen. Er heißt Transporter Pritschenwagen Doppelkabine, fährt sparsam mit 8 Liter Diesel und kann als Geheimtipp von jedem neuen Pseudoselbstständigen als Vorsteuerabzug geltend gemacht werden

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