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Fiat 124 Spider
 

Spaß und Fahrfreude im neuen Fiat 124 Spider

Mit dem Fiat 124 Spider und der geschärften Version davon, dem Abarth 124 Spider gibt’s gleich zwei Cabrios aus Italien, die sich der Technik des Mazda MX-5 bedienen.

13.06.2016 Press Inform

Zweite Wahl zu sein, ist selten positiv. Vor allem, wenn die Degradierung zur Nummer zwei derart öffentlich stattfindet. So geschehen beim Fiat 124 Spider: Der Roadster mit dem klassischen Namen ist das Resultat eines Umdenkens Sergio Marchionnes. Erst sollte ein Alfa Spider sich die Architektur mit dem Mazda MX-5 teilen, dann entschied sich der allgewaltige Fiat-Chrysler-Chef um und befahl, dass ein Alfa Romeo nur aus Italien kommen sollte. Da die Zusammenarbeit mit den Japanern bereits beschlossene Sache war, entschieden sich die Turiner dafür, den Roadster zu reanimieren.

Optisch ist der Fiat 124 Spider gelungen

Das Blechkleid zitiert den klassischen Fiat 124 angefangen vom Kühlergrill bis zum Heck. Am Handwurf-Verdeck und an der Windschutzscheibe erkennt man, dass die technische Basis aus Japan stammt. Aber es gibt schlechtere Spender als den agilen Mazda MX-5. Davon profitiert auch der Fiat 124. Der Italiener mit dem 103 kW / 140 PS-Motor ist komfortabler abgestimmt, nicht ganz so spitz und auf pure Fahrdynamik ausgelegt, wie der MX-5. Aber: Im Gegensatz zum Mazda hat Fiat den Luxus, mit Abarth einen sportlichen Ableger zu haben.

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© Bild: Werk

Fiat 124 Spider, Spaß im Alltag

Wer im Fiat 124 sitzt, muss nicht auf Spaß verzichten. Ganz im Gegenteil: Die Lenkung leitet die Richtungsbefehle des Fahrers unmissverständlich weiter und die Sechsgang-Handschaltung ist präzise. Dazu passt auch die Charakteristik, des 1.4-Liter-Turbomotors. Im Gegensatz zum japanischen Sauger lässt sich der aufgeladene Vierzylinder dank des maximalen Drehmoments von 240 Newtonmetern schaltfaul fahren, wenngleich sich das Turbo-Triebwerk bei weniger als 2.000 Umdrehungen mit dem Vortrieb spürbar zurückhält: Nach 7,5 Sekunden erreicht der Spider Tempo 100 und schafft maximal 217 km/h.

Innenraum bedarf noch einer Überholung

Im Innenraum signalisieren die monochromen Dioden die Verwandtschaft zum Mazda, weniger aber die Verarbeitung, die nicht über jeden Zweifel erhaben ist, wie unterschiedlich breite Fugen und nachlässig eingepasste Applikationen zeigen. Da sollten die Italiener bis zum Marktstart Ende Juni noch etwas nachbessern. Obwohl die Lenksäule nicht in der Länge verstellbar ist, findet man in den bequemen Sportsitzen schnell eine langstreckentaugliche Sitzposition. Mit einem Grundpreis von 27.490 Euro liegt der Einstiegs 124er 1.400 Euro über dem Einstiegsmodell der Japaner.

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© Bild: Werk

Feuer frei im Abarth 124 Spider

Wer etwas mehr Feuer will, bekommt es mit dem Abarth 124 Spider. Schon beim Anlassen des Vierzylinders stellen sich einem die Nackenhaare auf: Das 125 kW / 170 PS-Triebwerk knurrt und bollert nachdrücklich und macht klar, wer der Chef im Ring ist. Diese Ansage setzt sich beim Kurvenheizen auf italienischen Passstraßen fort. Die Lenkung ist knackig straff, rapportiert zuverlässig den Straßenzustand und unterstützt den Fahrer beim Tanz auf der Ideallinie. Bilstein-Dämpfer und ein mechanisches Sperr-Differenzial an der Hinterachse helfen beim Halten des dynamischen Kurven-Takts. Der Abarth ballert aus seinen vier Endrohren die Lust am freien Feuern geradezu heraus. Wenn es einmal eng wird, greifen die Brembo-Bremsen beherzt zu.

Leistungsgewicht von 6,2 kg pro PS

Der Skorpion-Roadster ist ein mehr als ein ebenbürtiger Gegner des MX-5. „Wir teilen die Hardware, aber wir haben eine andere Software“, so Abarth-Ingenieur Michelangelo Liguori und erzählt von einer anderen Getriebe-Abstimmung (aufgrund des höheren Drehmoments von 250 Newtonmetern) und dem strafferen Fahrwerk. „Copy and Paste war nie das Thema.“ Der Abarth 124 Spider holt die engagierten Piloten ab Ende September ab und tut das mit Erfolg. Obwohl der Sportler mindestens 42.000 Euro kostet, gelingt der italienische Zangenangriff. „Wir brauchten nicht extrem viel Motorleistung, weil das Auto so leicht ist. Uns ging es in erster Linie um die Agilität“, erklärt Liguori. Mit 1.060 Kilogramm Leergewicht schafft der Abarth ein Leistungsgewicht von 6,2 Kilogramm pro PS. Das reicht für 232 km/h Spitze und einer Standard-Sprintzeit von 6,8 Sekunden.

Daten Fiat 124 Spider

  • Typ: Roadster
  • Motor: Vierzylinder-Turbo-Benziner
  • Hubraum: 1.368 cm³
  • Leistung: 140 PS (103 kW) bei 5.000 bei U/min-1
  • max. Drehmoment: 240 Nm bei 2.259 bei Umin-1
  • Höchstgeschwindigkeit: 217 km/h
  • Beschleunigung: 7,5 Sekunden von 0-100 km/h
  • Getriebe: Sechsgang-Handschaltung
  • Antrieb: Heckantrieb
  • Treibstoffsorte: Super
  • Tank: 45 Liter
  • Verbrauch EU-Drittelmix: 6,4 l/100 km
  • CO2-Ausstoß: 145 g/km
  • Gewicht: 1.050 kg
  • max. Zuladung: 190 kg
  • Abmessungen: 4.055 / 1.740 / 1.230 (Länge/Breite/Höhe)
  • max. Ladevolumen: 140 Liter
  • Preis: ab 27.490 Euro
  • Abgasnorm: EU 6
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