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Cadillac CT6: Der 1. digitale Rückspiegel

Weltpremiere beim neuen Cadiallac CT6. Erstmals bekommt ein Serienfahrzeug einen digitalen Rückspiegel, abseits von diesem ist der Wiedererkennungswert groß.

09.07.2016 Press Inform

An Selbstvertrauen wird es dem Lenker hinterm Steuer genauswenig mangeln, wie dem Fahrzeug an Wiedererkennungswert. Gleich auf den ersten Blick ist beim neuen Cadillac CT6 seine Herkunft klar. Die massige Front mit den herunterhängenden Blinkerleuchten und die Frontscheinwerfer belegen eindrucksvoll, dass hier kein 08/15-Auto daherkommt. Gepaart mit dem Frontgrill inklusive Logo passt der erste Eindruck einfach zu einem Topmodell des Premiumsegments. Rollt der 5,18 Meter lange Amerikaner dann an einem vorüber, lässt auch seine Silhouette keinen anderen Schluss zu, als dass es sich hier um einen edlen, aber zudem auch äußerst stark motorisierten Verkehrsteilnehmer handeln muss. Selbst das ansonsten eher trist wirkende Heck über den vier Endrohren ist knackiger geworden und endet wie gewohnt in einem gewaltigen Knick. Wird unter diesem mit dem Fuß gewachelt, öffnet sich die elektrische Heckklappe des 433 Liter Gepäck fassenden Kofferraums.

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© Bild: Werk

Genügend Platz im neuen Cadillac CT6

Der zwei Tonnen schwere Cadillac CT6 hat aber natürlich mehr zu bieten, als nur ein unverwechselbares Äußeres. Wer sich zum ersten Mal im Fond des 417 PS starken Allradlers befindet, wird sich die Motorleistung gleich zweimal nennen lassen müssen. Denn wie ein 3,0 Liter großer V6 aus dem fernen Westen klingt er im Stadtverkehr nun wirklich nicht. Einzig das Geräusch der aktivierten Massageinstallation im Sitz ist beim gemütlichen und nahezu jede Unebenheit wegbügelnden Dahinrollen zu vernehmen. Mit Blick auf die, bei Nichtbenutzung in der Vordersitzlehne versenkbaren, Zehn-Zoll-Bildschirmen wird es dort hinten von Anfang an recht gemütlich. Na gut, die Beine übereinanderschlagen können hier zwar auch nur die Wenigsten, aber auch bei 1,95 Meter Sitzriesen liegt kein Knie-Vordersitzkontakt an. Schade nur, dass es keinen vom Fond-Sitzer hinten rechts bedienbaren Schalter gibt, mit dem sich der Beifahrersitz verschieben lässt. Dafür existiert ein Schalter, mit dem das zweigeteilte Panoramadach im hinten Bereich den Blick zum Himmel freigibt. Allzu groß fällt dies jedoch nicht aus, ein wahres Luxusproblem.

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© Bild: Werk

Erster digitaler Rückspiegel

Wird der Platz im Fond mit dem des Fahrers getauscht, liegt es nun an einem selbst, ob es bei der ruhigen Soundkulisse bleibt, oder er selbst und die Außenwelt erfahren sollen, dass hier mehr als nur ein Dahingleiten möglich ist. Auch, wenn das regelmäßige V4-Aufleuchten einem sagen möchte, dass dank der Zylinderabschaltung der angegebene Spritverbrauch von 9,8 Litern auf 100 Kilometern in greifbare Nähen rücken könnte, bleibt dieser natürlich völlige Utopie. Der Tank umfasst 73 Liter, genug für den sportlich ambitionierten Fahrer. Dieser lässt das maximale Drehmoment von 555 Newtonmetern per Achtgang-Automatik an allen vier Rädern zum Einsatz kommen. 5,7 von einem sonor sportlich klingenden Motor untermalte Sekunden vergehen bis Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 Kilometern pro Stunde. Damit der Fahrer trotz vollbesetzter Rückbank die Verkehrsteilnehmer im Rückspiegel früh genug erkennt, dafür sorgt der branchenweit erste digitale Rückspiegel. Ob er sich tatsächlich durchsetzen wird, steht in den Sternen. Er ist äußerst gewöhnungsbedürftig, vor allem für die Augen, doch einen Selbstversuch ist es natürlich wert.

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© Bild: Werk

Von wegen schwammige Lenkung

Abgesehen von ruhigem Stadtverkehr und rasanter Tempohatz auf der Autobahn beherrscht der in der Basis 73.500 Euro und in der höchsten Ausstattungsvariante Platinum 94.500 Euro teure Cadillac CT6 vor allem die Landstraße (Preise für Deutschland!). Seine aktive Hinterachslenkung sorgt in Kombination mit dem magnetischen Fahrwerkregelsystem für ein schnelles Ansprechen und eine sehr präzise Umsetzung der Wünsche des Fahrers. Sorgt sie bei geringen Geschwindigkeiten für einen verkürzten Wendekreis, zeigt sich ein Sicherheits- und Komfortgewinn bei höheren Geschwindigkeiten durch das verbesserte Handling. Oder anders formuliert: Wer in der Stadt noch dachte „Das ist mal wieder eine typisch weiche und schwammige Ami-Lenkung“ wird sich außerhalb der Stadt über eine signifikant direktere Lenkung freuen. Nicht so richtig Freude will bei spontanen Gasstößen aufkommen. Zu lang dauert die Umsetzung von Pedal zu Asphalt. Ist der Doppelturbomotor erst einmal in Schwung, scheint es hingegen kaum noch ein Halten zu geben. Nur gut, dass die über Zweikolben-Aluminiumsättel verfügende Bremsanlage auf Wunsch richtig kräftig zupackt.

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