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500 mal BMW M3 Edition 30

Zum 30er darf man sich schon mal was gönnen. Denkt sich auch die M GmbH und zeigt uns, wie sie ihren runden Geburtstag feiern: Mit der BMW M3 Edition 30.

11.10.2016 Press Inform

BMW M3 Edition 30, ist auf den ersten Blick ein Modell in Sonderfarbe, mit Verzierungen, Stickereien, das Adaptive M-Fahrwerk und 14 kW / 19 PS mehr als beim Standard-M3. 89.900 Euro werden dafür in Deutschland fällig. Zum Vergleich: der normale M3 mit Competiotion Paket kostet beim Nachbarn gerade einmal 5.710 Euro weniger. Lohnt der Aufpreis? Limitierte Edition lautet die Zauberformel. Das Geburtstagsgeschenk zum 30er ist nun mal auf 500 Stück begrenzt. Und wer schon mal ein Sondermodell besitzt, der will es auch zeigen, der Schriftzug „30 Jahre M3“ im vorderen Kotflügel übernimmt diese Aufgabe. Dazu kommen noch eine Mischbereifung mit 265er-Pneus vorne und 285er-Walzen hinten sowie etwas leichtere 20-Zoll-Felgen. Garniert wird das Fahrwerk des M3 mit anderen Federn, Dämpfer und Stabilisatoren.

Der BMW M3 Edition 30 in der Theorie

Soviel zur Hülle der Sonderedition. Was bringt denn die Aufrüstung, die den M3 mit einem 331 kW / 450 PS-Bi-Turbo-Reihen-Sechszylinder ausstattet, eigentlich? Auf dem Datenblatt sind die Unterschiede, bei einem Auto, das knapp 1,6 Tonnen wiegt, minimal. Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt der M3 Edition 30 in vier Sekunden und wer die elektronische Abriegelung entfernen lässt, freut sich über eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. Der Norm-Durchschnittsverbrauch liegt bei 8,8 Litern pro 100 Kilometer.

Rein in die Praxis

Aber genug der Zahlenspiele, das Erlebnis M3 kann nicht in Zahlen gefasst werden. Also rein in den Wagen. Lenkung, Schaltung, ESP und eben auch das in der Edition enthaltene adaptive Fahrwerk ist ein Extra, das man bei ambitionierterer Fahrweise nicht vermissen möchte. Der BMW M3 ist ja eines der beiden Kernmodelle der Münchner und bringt die bekannten Ingredienzen mit. Alleine schon das Scharfstellen der Fahrmaschine ist ein wahres Vergnügen, für all die, die in die Tiefen des Querbeschleunigung eintauchen wollen: Dämpfer, Gangwechsel, Lenkung und natürlich das ESP sind Parameter, die der Fahrer nach Gusto kombinieren kann.

Um die Ecke

Schon nach den ersten Metern verströmt der Münchner eine vertrauenserweckende Souveränität. Wo andere sich Traktion mit Allrad erkaufen, schmunzelt der M3 Edition 30 nur leicht und hält mit seinem gut austarierten Heckantrieb dagegen. Der M3 bleibt auch bei ambitionierter Fahrweise lange geduldig und neutral, kündigt aber durch ein nachdrückliches Zucken des Hecks die Bereitschaft zur Mitarbeit an. Selbst weniger geübte Fahrer können voller Freude um die Ecken carven. Klassische Dynamik-Helfer, wie die Hinterachs-Differentialsperre verrichten brav ihren Dienst. Bei der Lenkung gibt es nicht viel zu bemängeln, das steht bei BMW seit je her ganz oben im Lastenheft und das Fehlen von Antriebseinflüssen macht sich positiv bemerkbar. Die Lenkung gibt zuverlässig Rückmeldung und hilft den M3 präzise um die Ecke zu dirigieren, was zum gut beherrschbaren Gesamtpaket beiträgt. Die Bremsen sind sehr gut dosierbar und lassen auch nach mehreren harten Verzögerungen nicht nach. Unterm Strich ist es beeindruckend, wie leicht es ist schnell zu sein.

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© Bild: Werk

Sechszylinder vs. Achtzylinder

Bei aller Freude am Fahren, ein Sechszylinder ist kein Achtzylinder, Reihenanordung der Töpfe hin, Bi-Turbo her. Auch wenn die Leistungen auf dem Papier überzeugen, der subjektive Fahreindruck des Reihensechszylinders erreicht nicht den Spaßfaktor des Achtzylinders. Das liegt vor allem am tiefen Luftholen, wenn das Doppelkupplungsgetriebe beim Kick-down zurückschaltet. Ist dieser kurze Moment des Innehaltens einmal überwunden, geht es mit viel Wucht unter dem vollmundig tiefen Grollen der vier Posaunen dahin.

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