Unzählige Neuwagen vor der Auslieferung auf einem Parkplatz
Spanien legt deutlich zu, Italien mit Minus
 

Europas Automarkt erholt sich

Die Neuzulassungen in der Europäischen Union sind im Oktober um 4,7 Prozent gestiegen, in Österreich beträgt das Plus 1,6 Prozent.

19.11.2013 APA

Europas Automarkt ist weiterhin im sanften Aufwind. Erstmals seit September 2011 konnten die Neuzulassungen den zweiten Monat in Folge zulegen. Im Oktober betrug das Verkaufsplus im Vergleich zum Vorjahresmonat EU-weit 4,7 Prozent. Österreich lag mit einem Zuwachs von 1,6 Prozent 26.743 Fahrzeuge unter dem Schnitt.

Italien mit Minus, Spanien boomt

In der Europäischen Union seien gut eine Million Autos abgesetzt worden, teilte der Branchenverband Acea am Dienstag mit. Im September hatte das Plus bei 5,4 Prozent gelegen. Bis auf Italien mit einem Minus von 5,6 Prozent kletterten die Absatzzahlen in allen großen Märkten nach oben. Besonders deutlich war der wiederholte Anstieg in Spanien. Dort wurden auch dank einer staatlichen Abwrackprämie ein Drittel mehr Autos verkauft.

Dennoch schlechtester Oktober seit 10 Jahren

Deutschland (+2,3 Prozent) und Frankreich (+2,6 Prozent) schnitten unterdurchschnittlich ab, während Großbritannien (+4,0 Prozent) den Klassendurchschnitt nur knapp verpasste. Spanien überstrahlte mit einem Plus von 34,4 Prozent alle anderen Märkte deutlich – bereits im Vormonat war der spanische Markt mit einem Plus von 28,5 Prozent auf staatlich gestützten Erholungskurs gegangen. Zur Euphorie besteht allerdings weiterhin kein Anlass: Der Oktober des Jahres 2013 war der zweitschlechteste seit Beginn der Aufzeichnungen in 2003.

Langzeitsicht negativ

Über zehn Monate hinweg betrachtet schrumpfte die Zahl der Neuzulassungen in der EU um 3,1 Prozent auf 10 Millionen Fahrzeuge. Auch hier schnitt Österreich mit einem Rückgang von 6,3 Prozent auf 274.854 Pkw schlechter ab, wie aus den Acea-Zahlen hervorgeht.

Daimler vor Opel und Volkswagen

Unter den deutschen Herstellern konnte Daimler trotz eines Absatzrückgangs bei der Kleinwagenmarke Smart mit einem Plus von 7,2 Prozent am stärksten zulegen. Branchenführer Volkswagen steigerte den Absatz um 5,8 Prozent, BMW um 0,4 Prozent. Die Opel-Mutter General Motors wuchs wie ihre Tochter um mehr als 6 Prozent.

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