Neuwagen von Audis werden am Hafen von Piraus nicht verladen, da gestreikt wird.
Leichter Aufwind, aber die Prognosen deuten auf das schlechteste Ergebnis seit 20 Jahren hin.
 

Europäischer Automarkt: Geringes Plus. Österreich schwächelt

Der europäische Automarkt erholt sich weiter, dennoch sagen Experten für 2013 das schlechteste Ergebnis seit 20 Jahren voraus.

17.12.2013 APA

Der europäische Automarkt erholt sich weiter, wenn auch nur sehr langsam. Im November stiegen die Neuzulassungen um 1,2 Prozent, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag mitteilte. Damit legten die Autoverkäufe den dritten Monat in Folge zu. Insgesamt wurden im November in den 27 EU-Ländern 938.021 Fahrzeuge neu zugelassen.

Österreich mit Minus

Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Österreich lag im November 2013 um 4,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, von Jänner bis November lag der Rückstand sogar bei 6,1 Prozent.

Europa schwächelt

Der November-Vergleich ergab zwar den dritten Zuwachs in Folge. Mit Blick auf die vergangenen elf Monate sieht das Bild allerdings auch im EU-Schnitt nicht so rosig aus: Da die meisten großen Märkte schrumpften, stand mit 10,945 Millionen Neuzulassungen am Ende ein Minus von 2,7 Prozent. Der europäische Automarkt befindet sich seit fünf Jahren in der Krise, für 2013 rechnen Experten mit dem geringsten Absatz seit 20 Jahren.

Großbritannien und Spanien mit Zuwächsen

Der Zuwachs im November ging in erster Linie auf das Konto von Märkten wie Großbritannien (plus 7 Prozent) und Spanien (plus 15,1 Prozent), während die Nachfrage in Deutschland (minus 2 Prozent) schwächelte. Von den deutschen Autobauern verbuchte einzig Volkswagen ein Plus von 3,3 Prozent.

Volkswagen baut Vorsprung aus

Der deutsche Volkswagen-Konzern hat seine Vormachtstellung auf dem europäischen Automarkt im November ausbaut. Der Marktanteil des Autobauers mit Marken wie Volkswagen, Audi, Skoda und Porsche stieg auf 26,2 Prozent von 25,6 Prozent vor einem Jahr. VW verkaufte rund drei Prozent Autos mehr als im November 2012. Bei BMW und Daimler sah es nicht so gut aus: Der Absatz ging bei den Bayern um etwa sieben Prozent zurück, bei den Schwaben betrug das Minus fast zwei Prozent.

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