EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia greift hart gegen Preisabsprachen bei Autozulieferern durch.
 

Europäische Auspuffhersteller unter Kartellverdacht

EU-Kommission führte Untersuchungen bei mehreren Produzenten von Abgassystemen für Autos wegen des Verdachts auf Preisabsprachen durch

25.03.2014 APA

Die EU-Kommission hat verschiedene Produzenten von Abgassystemen für Autos in mehreren EU-Staaten wegen des Verdachts auf Preisabsprachen unter die Lupe genommen und Büros durchsucht. Das teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Die Kommission nannte weder die Namen der Verdächtigen noch die jeweiligen EU-Länder.

Eberspächer-Gruppe bestätigt Untersuchung

Zu den betroffenen Unternehmen gehört die deutsche Eberspächer-Gruppe aus Esslingen bei Stuttgart. „Ich kann bestätigen, dass wir eine Untersuchung der EU-Kommission haben“, sagte eine Sprecherin. Der Mittelständler ist auf Abgastechnik, Heizungen und Klimasysteme für Fahrzeuge spezialisiert und in mehr als 25 Ländern vertreten. Mit seinen rund 7.300 Mitarbeitern erwirtschaftete Eberspächer 2012 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro. Auch der französische Zulieferer Faurecia ist nach eigenen Angaben ins Visier der Brüsseler Kartellwächter geraten. Man kooperiere vollumfänglich mit den Behörden, teilte die Firma mit.

EU-Wettbewerbskommissar Almunia setzt härtere Gangart gegen Auto-Zulieferer durch

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hatte bereits eine härtere Gangart gegen Auto-Zulieferer angedeutet, weil er in diesem Bereich besonders viele Preisabsprachen vermutet. Vergangene Woche hatte die Kommission mehreren Herstellern von Kugellagern eine Kartellstrafe von insgesamt fast einer Milliarde Euro aufgebrummt. Das höchste Bußgeld entfiel mit 370,5 Millionen Euro auf den deutschen Wälzlagerhersteller Schaeffler.

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