Der Schriftzug Renault verkehrt
Lässt Die EU-Kommission Renault im Regen stehen?
 

EU-Kommission prüft Hilfe für slowenische Renault Fabrik

Die Investition soll etwa 162 neue Arbeitsplätze in der benachteiligten Region Novo Mesto schaffen.

04.07.2013 APA

 

Zurzeit wird in Brüssel die geplante staatliche Subvention für die slowenische Renault Fabrik Revoz in Novo mesto geprüft. Die EU-Kommission habe eine eingehende Untersuchung eingeleitet um sicherzustellen, ob eine direkte Finanzhilfe von 40 Mio. Euro für ein 300 Mio. Euro schweres Investitionsprojekt zur Produktion von zwei neuen Fahrzeugmodellen mit dem EU-Beihilferecht vereinbar sei, hieß es in einer Mitteilung der Kommission.

Geplante Modelle mit rückläufigen Zahlen

Die slowenische Regierung meldete 2011 ihre Absicht an, eine direkte Finanzhilfe für das Projekt zur Produktion des neuen Renault Twingo und des neuen viersitzigen Smart Forfour im slowenischen Werk zu gewähren. Beide Modelle gehören laut der Kommission der Stadtflitzersparte des Automobilmarkts an, die derzeit in absoluten Zahlen einen erheblichen Rückgang zu verzeichnen hat.

Aufwertung einer Region

Die Investition solle etwa 162 neue Arbeitsplätze in der benachteiligten Region Novo Mesto schaffen. Die Kommission muss eine förmliche Untersuchung einleiten, wenn Projektinvestitionen eine erhebliche Produktionskapazität auf einem rückläufigen Markt schaffen, hieß es.

Kommendes Jahr soll die Produktion starten

Das 326 Mio. Euro schwere Projekt ist bereits im Laufen. Der Bau von zwei neuen Fahrzeugmodellen ist laut der Wirtschaftszeitung „Finance“ wichtig für die Existenz des slowenischen Werks, dessen Produktion im Vorjahr um ein Viertel eingebrochen war. Die Investition verlaufe nach Terminplan, sagte Revoz-Chef Ales Bratoz gegenüber der Zeitung. Der Produktionsstart ist für das kommende Jahr geplant – wann genau, enthüllte Bratoz allerdings nicht.

 

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