Hund am Fahrersitz
EU-Staaten dürfen keinen Umbau vorschreiben.
 

EU: Lenkrad darf links oder rechts montiert sein

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat entschieden: EU-Staaten dürfen den Umbau von Lenkrädern nicht vorschreiben.

20.03.2014 APA

Egal ob im Land Rechts- oder Linksverkehr vorgeschrieben ist, das Lenkrad im Auto darf entweder rechts oder links montiert sein. Die EU-Staaten dürfen nicht vorschreiben, dass Autobesitzer ihre Autos umbauen, um sie anzupassen. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) am Donnerstag entschieden (Rechtssachen C-639/11 und C-61/12).

Beschränkung des freien Warenverkehrs

Im konkreten Fall ging es um Auflagen in Polen und Litauen. In beiden Ländern herrscht Rechtsverkehr. Autofahrer zum Beispiel aus Großbritannien sind per Gesetz verpflichtet, ihre Wagen vor der Zulassung umbauen zu lassen, damit sich der Fahrersitz wie üblich links befindet. Die EU-Kommission hatte dagegen geklagt, weil die Regelungen aus ihrer Sicht den freien Warenverkehr beschränken.

Auflagen unrechtmäßig

Der Gerichtshof hat nun entschieden, dass die Auflagen unrechtmäßig sind. Derartige Vorschriften für Neuwagen ließen sich nicht aus der EU-Gesetzgebung ableiten.

Gebrauchtwagen müssen auch nicht Umgebaut werden

Auch bei Gebrauchtwagen, die bereits in einem Land mit Linksverkehr zugelassen waren, sieht der EuGH keine guten Gründe für einen Umbau. Polen und Litauen hätten nicht beweisen können, dass andernfalls die Verkehrssicherheit leide. Risiken ließen sich auch durch kleinere Nachrüstungen beheben, zum Beispiel durch zusätzliche Außenspiegel oder Änderungen an Scheinwerfern und Scheibenwischern.

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