Mehr dürfen wir bisher nicht zeigen. Bald aber!
 

Enthüllt: letzte Details zum Mercedes-Benz AMG GT

Der neue Sportwagen aus Affalterbach kommt in zwei Varianten. Als AMG GT-S mit 510PS und als AMG GT mit derer 462. Auch sonst haben wir das Wissenswerteste vor der Premiere zusammengestellt.

29.08.2014 asphaltfrage

Zwar waren wir nicht beim Hochgeschwindigkeitstest auf der Salzwüste in Bonneville, dafür haben wir den neuen Sportwagen aus Affalterbach schon ungetarnt gesehen. Bloß: zeigen dürfen wir ihn nicht.

Weil für die Premiere in der kommenden Woche alles generalstabsmäßig durchorganisiert ist dürfen wir auch nicht querschießen. Haben sämtliche Kameras, Mobiltelefone und andere Aufnahmegeräte abgenommen bekommen, als es in die heiligen Designhallen ging. Auch das mit dem Abzeichnen hat nicht so geklappt, deshalb ein paar Handskizzen aus der Stuttgarter Designabteilung zum Thema:

Vorne dominieren Stern und die lange Haube. Eh klar!

Vorne dominieren Stern und die lange Haube. Eh klar!

Eine lange Haube hat er, was klar war. Der Rundbogen, den die A-Säule nachzuahmen scheint, ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Der Heckabschluss ist ebenfalls erstaunlich rund. Immerhin fängt hier die Passagierkabine die Linie ab, bevor irgendjemand „Ente?“ denken kann.

Kommt auf der Zeichnung nicht ganz raus: der Knick im Hinterteil

_Mercedes Benz AMG GT Wallpaper 3

Räder und Front machen dabei sehr viel richtig. Hier wird klar, dass es grob in Richtung Performance geht. Nicht mehr bloß „hot rod“ im Stil des SLS, sondern ernsthafter Sport. Das betonen die Entwickler auch stolz wenn es um Themen wie Gewichtsverteilung, Fahrerintegration und nicht zuletzt die Antriebseinheit geht.

Weniger als 1600kg soll der AMG GT fahrfertig wiegen, dank Transaxle-Bauweise und an der Hinterachse verbautem 7-Gang-DCT-Getriebe ist die Masse auch gerecht verteilt. Unter der langen Haube sorgt der neue M178 genannte V8-Motor für Furore. Mit den beiden Turboladern erstmals im V integriert schafft AMG Effizienzvorteile bei der Frischluftansaugung und der Aufheizung der Abgasreinigungssysteme.

Ob ihm zu warm wird? Turbolader sitzen erstmals im V des Achtzylinders.

Der 4.0 Liter V8 leistet entweder 462PS oder 510PS, ganz ob man GT oder GT-S gekauft hat.

Der 4.0 Liter V8 leistet entweder 462PS oder 510PS, ganz ob man GT oder GT-S gekauft hat.

Was mehr interessiert: 510PS und 650Nm. Diese natürlich turbotypisch früh anliegend – das Drehmomentplateau reicht von 1750 Umdrehungen bis hinauf auf 5000 Touren – für maximale Elastizität. Zur strammen Querbeschleunigungsfähigkeit des Fahrwerks passt die serienmäßige Trockensumpfschmierung, die den Öldruck auch bei absurder Kurvenhatz stets aufrecht hält.

Stichwort Kurvenhatz: hier spricht AMG selbstbewusst von „ultimativer Dynamik“. Man kennt das ja, erst klotzen, dann kleckern. Aber beim GT scheint das anders zu sein. Der Chefentwickler des Fahrwerks wurde aus Zuffenhausen abgeworben und nicht zuletzt deshalb sorgt der neue Sportwagen mit dem Stern für einige Sorgen bei der Konkurrenz. Sperrdifferenzial serienmäßig und gegen Aufpreis Michelin Pilot Sport Cup-Semislicks – man meint es ernst bei AMG.

Dreimal GT. Der gelbe ist sicher der starke S mit 510PS.

Dreimal GT. Der gelbe ist sicher der starke S mit 510PS.

Vielleicht passt die Optik des Mercedes-Benz AMG GT gerade deshalb so gut, weil sie eben nicht wirklich zu einem Mercedes, oder einem AMG passt. Denn wir sprechen hier von einem Auto, was es in dieser Machart noch nie aus Affalterbach, geschweige denn Sindelfingen gegeben hat. Man darf also gespannt auf den 9.9. sein, wenn das Tuch entgültig gezogen wird.

Wem das alles zu aufregend ist, der kann sich den AMG GT übrigens auch in der light-Version bestellen. Hier wird er dann bloß 462PS und geschätzte 600Nm rauslassen, die fahrdynamische Vollausstattung wird wohl ebenfalls nicht an Bord sein und dem großen AMG GT-S vorbehalten bleiben. Immerhin: man hat die Optik. AMG-Style wie gehabt quasi.

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