Seat IBE Exterieur
Elektrische Zukunft? Mal schauen.
 

Elektroherz

Der Seat IBE soll den Weg in die (elektrische) Zukunft weisen.

09.12.2010 Online Redaktion

Vielleicht entging der IBE den Messebesuchern in Genf noch – war er doch in einem schlichten weiß lackiert. In Paris stand er dann feuerrot vor einem. Ein Seat, der vor allem dazu geschaffen war, den Geist der spanischen VW-Tochter zu transportieren. Ein Scirocco auf Spanisch, wenn man so will.

Einerseits handelte es sich um eine jener – Designstudien, deren Aufgabe es ist, Grundsatzentscheidungen für die Linienführung künftiger Serienautos darzustellen. Andererseits will das Auto an sich inhaltlich aufzeigen, wo es hingeht. Denn auch wenn Seat ohne intime technologische Verschränkung mit der ganzen VW-Gruppe kein eigenes Elektroauto in Serie bringen wird: Elektrizität im Auto ist ein wichtiges Thema. Deshalb bereitete man der Auto¬revue das Vergnügen, dieses Zukunftsmodell wahrhaftig zu fahren.

Seat IBE Exterieur

Um eines vorweg zu sagen: bis die Technik des IBE in Serie geht, wird es noch viele Jahre dauern. Der nächste Schritt zur E-Mobilität ist erst einmal der Seat León Twin Drive mit Plugin-Hybrid.

So bekamen wir auch insgesamt ein Gefühl, wo Seat hin will: Kleine (3,83 m) kräftige Autos (102 PS, 200 Newtonmeter, null auf hundert in 9,7 Sekunden) bauen, die viel Spaß machen und auch praktische Aspekte wie Kofferraum und Sitzplätze (2+2) nicht außer Acht lassen. Der Inbegriff des klassischen Sportwagens wird hier sozusagen mit Elektrizität ¬gefüllt und damit für die ¬wachsenden Mega-Citys flottgemacht.

Ganz praktisch bedeutet das, das man dem IBE (die ersten beiden Buchstaben stehen für Iberia, das „E“ steht für Elektromobilität) einen 250 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akku mit 18 Kilowattstunden Kapazität spendiert hat. Das soll für 130 Kilometer Reichweite reichen. Ein Ladevorgang, der den Akku zu 80 Prozent auflädt, dauert an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose etwa fünf Stunden.

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