Blick auf den BMW i8 - aus der Sicht der Ladestation.
Der Preisdruck am Elektroautomarkt wird in den USA stärker.
 

Elektroautos werden in den USA billiger

General Motors und Daimler setzen dem schlechten Absatz von Elektroautos drastische Preissenkungen entgegen.

07.08.2013 APA

 

Der Absatz von Elektroautos geht nicht nur in Europa schleppend voran. Auch in den USA sind die Verkaufszahlen von Elektroautos bei weitem nicht so hoch wie gewünscht. Die großen Autohersteller General Motors und Daimler wollen diesem Umstand mit drastischen Preissenkungen entgegensteuern.

Volt und Smart werden billiger

Die Opel-Mutter GM kappte den Preis für den mit einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor ausgestatteten Pkw Volt um ein Achtel auf knapp 35.000 Dollar (26.355 Euro). Die monatliche Leasingrate für den rein elektrisch angetriebenen Daimler-Kleinwagen Smart fällt künftig mit 139 Dollar 30 Prozent niedriger als bisher aus.

Elektroauto mit nur 0,5 Prozent Marktanteil

Damit reagieren die Autobauer auf die Zurückhaltung der US-Verbraucher, bei denen Elektroautos unter anderem wegen des löchrigen Stromladenetzes noch nicht besonders hoch im Kurs stehen. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden in den USA nur knapp 49.000 Pkw mit Elektromotor beziehungsweise einem kombinierten Antrieb aus Elektro- und Verbrennungsmaschine ausgeliefert. Das sind nur 0,5 Prozent der insgesamt in diesem Zeitraum verkauften 9,1 Millionen Neuwagen.

Erwartete Verkaufszahlen und die Realität

Die USA sind einer der Vorreiter-Märkte für Elektroautos, die Wagen verkaufen sich allerdings auch hier schlechter als erwartet. Der Volt gehört dabei noch zu den besser laufenden Modellen. Auf dem Heimatmarkt wurde GM in den ersten sieben Monaten 11 600 Wagen los, ein Zuwachs von 9 Prozent. Die ursprünglichen Verkaufserwartungen waren jedoch mehr als doppelt so hoch. Dabei gibt es vom Staat Kaufanreize von bis zu 7.500 Dollar.

E-Auto für 30.000 Dollar

Parallel zum schleppenden Absatz wächst die Konkurrenz. Erst vor wenigen Tagen stellte BMW das Serienmodell seines Elektrowagens i3 in New York vor, das im kommenden Jahr in den USA ab 41.350 Dollar (31.191 Euro) zu kaufen sein wird. Zu Beginn dieses Jahres hatte bereits Nissan die Verkaufspreise für sein Elektroauto Leaf um 6.000 Dollar auf knapp unter 30.000 Dollar (22.590 Euro) gesenkt. Im Mai hatte Honda nachgezogen und die Leasing-Rate für sein Elektro-Kompaktwagen Fit EV um ein Drittel auf 259 Dollar gesenkt.

Das beste Auto der Welt

Marktführer bei Elektroautos in den USA ist die Edelmarke Tesla: Die Preise für das bei Hollywood-Schauspielern und anderen zahlungskräftigen Autofahrern beliebte Modell S beginnen bei 71.000 Dollar (53.464 Euro). Wie in Amerika fristen Elektroautos auch in Europa ein Nischendasein.

 

  • Marcus Lang

    Tesla? Die gibt es nur deshalb noch, weil die richtigen Hersteller erst in in die Elektromobilität einsteigen. Dieses Tesla Model S mit 2,1 Tonnen, das im Winter bei der halben versprochenen Reichweite liegenbleibt, und nicht mit Range-Extender erhältlich ist, kann nicht ganz ernst gemeint sein?!

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