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Elektro-Sattelschlepper „Nikola One“ tritt in Teslas Fußstapfen

Ein Hype, (fast) wie bei Teslas Model 3: Für den Elektro-Sattelschlepper Nikola One gingen bereits tausende Vorbestellungen ein – obwohl es ihn noch gar nicht gibt.

17.06.2016 Online Redaktion

Die Ähnlichkeiten zu Tesla beschränken sich nur nur auf den Namen: „Nikola Motor Company“ nennt sich das US-amerikanische Unternehmen, dass derzeit mit einem Elektro-Sattelschlepper die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nikola war der Vorname des Erfinders, nach dem vor 13 Jahren auch Elektroauto-Pionier Tesla benannt wurde. Und auch die Nikola Motor Company ist auf dem besten Wege, einen Hype zu kreieren, wie es unlängst Tesla mit dem Model 3 gelang.

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© Bild: Nikola Motor Company

Bereits 7.000 Vorbestellungen für den „Nikola One“

Obwohl der „Nikola One“ erst am 2. Dezember 2016 der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, gingen bereits 7.000 Vorbestellungen für den E-Sattelschlepper ein. Zur Erinnerung: Teslas Model 3 bestellten fast 280.000 Menschen noch vor der Präsentation. Trevor Milton, CEO der Nikola Motor Company, verfolgt aber noch weit ambitioniertere Ziele als die Kreation eines frühzeitigen Hypes: „Wir denken, dass wir die derzeitigen Marktführer wie Daimler, PACCAR, Volvo und Navistar bei den Kundenaufträgen innerhalb der nächsten 12-24 Monate überholen werden“, zeigt sich der Firmengründer optimistisch.

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© Bild: Nikola Motor Company

1.900 Kilometer Reichweite dank Turbine

Das Fahrzeug, dass Nikola zu diesem Erfolg verhelfen soll, ist der dreiachsige Sattelschlepper „One“ mit einer Leistung von 2000 PS, sechs angetriebenen Rädern, einer Zugkraft von etwa 36 Tonnen und einer Reichweite von rund 1.900 Kilometern. Neben den sechs Elektromotoren, die über den Rädern sitzen, verfügt der „Nikola One“ auch über eine Turbine, die mit Benzin, Diesel oder Erdgas betrieben werden kann. Diese dient als Range Extender und lädt die Batterie bei Bedarf.

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© Bild: Nikola Motor Company

Komfort für den Fahrer

Das Führerhaus bietet viel Platz und Komfort mit verbesserter Zugänglichkeit, erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, einem integrierten Kühlschrank, Mikrowelle, einem 15 Zoll-Touchscreen-Infotainment-Display, Sonnendach, Panoramascheibe, zwei Betten und einem 42 Zoll-Fernseher.

Autodesk VRED Design 2016
© Bild: Nikola Motor Company

„Nikola One“ und „Nikola Zero“

Der „Nikola One“ kann nicht nur für 375.000 Dollar gekauft, sondern auch geleast werden. Die Leasing-Option kostet je nach Konfiguration 4000 bis 5000 Dollar pro Monat, inklusive unbegrenzten Meilen, kostenloser Wartung, Tankfüllungen für den Range Extender sowie der Möglichkeit, den Akku gratis aufzuladen. Wer will, kann den „Nikola One“ für 1.500 US-Dollar unter diesem Link vorbestellen. Die Reservierung ist allerdings nicht verpflichtend, die Anzahlung kann zurückerstattet werden. Ob aus der Anzahl der Vorbestellungen tatsächlich auf den Erfolg des Elektro-Sattelschleppers geschlossen werden kann, bleibt also abzuwarten. Die Nikola Motor Company hat jedenfalls noch ein zweites Projekt in der Pipeline: Das „Nikola Zero“ ist ein elektrisch angetriebenes UTV, das mit 520 PS das Gelände unsicher machen soll. Das Utility Terrain Vehicle soll 42.000 Dollar kosten und kann gegen eine Anzahlung von 500 Dollar vorbestellt werden.

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