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Eine echte PS-Herde: Reportage Ford Mustang Treffen

50 Jahre Ford Mustang – kein Wunder, dass am Pfingstwochenende mehr als 700 Mustangs nach Köln galoppierten. 5.000 Besucher besuchten die Pferdeschau der anderen Art.

09.06.2014 Press Inform

Er zählt zu den gefragtesten Oldtimern der Welt. Mit ihm verbinden viele Fans Filmgrößen wie Steve McQueen, Nicolas Cage und Tom Cruise. Der Ford Mustang ist ein automobiler Popstar. Wen wundert es also, dass sich Vereine und Clubs jedes Jahr zu mindestens einem gewaltigen Treffen zusammenraufen, um sich über die guten alten Zeiten, über Zylinder, Doppelvergaser oder auch die kommenden Generationen zu unterhalten. In diesem Jahr haben sich knapp 750 Mustangs und über 5.000 Besucher auf den Weg in die Rheinmetropole Köln begeben. Genauer gesagt auf das Gelände des ersten Flughafens der Stadt, in dem das Bier in 0,2 Gläsern ausgeschenkt wird und kein Alt ist. Die weiteste Anreise zum 33. Mustang-Treffen hat ein ungarisches Pärchen hinter sich: 1.250 Kilometer – auf eigener Achse.

1. Ford Mustang-Treffen in Köln

Das wörtlich zu nehmenden Pferdestärkentreffen fand in diesem Jahr nicht ohne Grund zum ersten Mal in Köln statt, wie Veranstaltungschef und 1. Vorsitzender des First Mustang-Clubs Ralf Martin Wurm verrät: „Wir feiern in diesem Jahr den 50. Geburtstag, nicht nur von mir, sondern auch von unserem Traumauto, dem Ford Mustang. Was bietet sich das mehr an, als in die Ford-Stadt Köln zu kommen? Ich bin sehr froh über die super Zusammenarbeit mit Ford Europa, Ford USA und natürlich auch Ford Deutschland.“ Wurm selbst hat auf dem brachliegenden Industriegelände standesgemäß mit seinem privaten GT 500 geparkt.

Cabrio und Fastback erfüllten Erwartungen

Ebenfalls einen seiner „fünf oder sechs“ Mustangs hat auch Skateboardlegende Titus Dittmann auf dem friedlichen Fest abgestellt. „Ich liebe diese Autos und fahre auch Rennen mit ihnen. Dass ich heute hier vor so vielen Zuschauern den neuen Mustang vorstellen darf, macht mich natürlich besonders stolz.“ Und so kam es, dass der 66-jährige Unternehmer und Star vieler Besucher in seiner gewohnt flapsigen, jedoch unvergleichlich authentischen Art, das neue Cabrio und die Fastbackversion der wartenden Menge präsentierte. „Da bin ich aber sehr froh, dass der in Natura so aussieht wie er aussieht, denn ich habe meiner Frau ungesehen so einen gekauft. Jetzt kann sie ihr blödes Dreier-Cabrio endlich weggeben.“

Star des Treffens: Mustang Eleanor

Dass ein Ford Mustang nicht nur etwas für filigrane Frauenhände, sondern auch für echte Kerle ist, wissen Nicht-Ford-Fahrer spätestens seit dem Film „Nur noch 60 Sekunden“ mit Nicolas Cage und Angelina Jolie. Der eigentliche Star des Remakes vom 1974er Film „Gone in 60 Seconds“, der Mustang Eleanor darf bei solch einem Treffen natürlich nicht fehlen. Wer den silberfarbenen Traumwagen nicht auf Anhieb finden konnte, wurde in unregelmäßigen Abständen zumindest akustisch von ihm persönlich in den zum Präsentationsort umgewandelten Hangar gelockt. Dem Ruf des bis zu 750 PS produzierenden Krawall-Boliden konnte sich während des Treffens niemand entziehen. Jedes Mal, wenn die insgesamt sieben Liter fassenden acht, in V-Formation angeordneten Zylinder mit Treibstoff geflutet wurden, drehten alle Besucher ihre Köpfe und kannten nur noch eine Richtung. Mit rund 180.000 Euro ist der stählerne Schreihals auch gleich der teuerste Bolide des Festes gewesen.

PS und Wortgefechte

Mit über 1.000 PS und nicht minder laut tönten vor dem Hangar verschiedene Dragster-Mustangs um die Wette. Wesentlich ruhiger ging es in den über den ganzen Flughafen verteilten Clubzelten zur Sache. Hier stand PS-Geflüster und auch die eine oder andere Diskussion auf dem Stundenplan. Sätze wie „Alte Technik ist Scheiße“ oder „Warum ist seine Verteilerkappe größer als mein Motor daheim?“ sorgten über die beiden Event-Tage verteilt für muntere Wortgefechte.

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