Rolls Royce Ghost Extended Wheelbase Exterieur Front Statisch
Rolls Royce zieht eine neue Sprosse in die Karriereleiter ein.
 

Ein langes Leben

Mehr Platz für die Chinesen. Rolls Royce verlängert den Ghost.

21.04.2011 Online Redaktion

Nach oben zu kommen ist harte Arbeit. Sprosse für Sprosse will die Karriereleiter erklommen werden. Abkürzungen sind legitim, man darf sich nur nicht erwischen lassen (Stichwort Middelhoff). Rolls Royce verziert diese Sprossen. Die obere mit dem Phantom, die nicht ganz so obere mit dem Ghost. Dazwischen: 190.000 Euro.

Also reichlich Platz für eine weitere Sprosse. Und so widmete man sich bei Rolls Royce dem Ghost und verlängerte dessen Radstand um auf äußerst erhabene 3,46 Meter – also um 17 Zentimeter. Um die gleiche Dimension wächst auch die Gesamtlänge auf jetzt 5,57 Meter.

Genau genommen ist das ziemlich präzise ausgerechnet. Denn damit unterläuft der Rolls Royce Ghost Extended Wheelbase den Standard-Phantom immer noch um 23 Zentimeter. Aber auch den gibt es mit verlängertem Radstand (+ 25 Zentimeter in der Gesamtlänge). Oder anders: es war tatsächlich eine Lücke da. Man sah sieh nur von unten nicht.

Selbstredend kommt der Längenzuwachs mehr den Fondpassagieren als dem Fahrer oder dem Kofferraum zugute. Schließlich ist es ein klassisches Chauffeurs-Auto. Hauptmarkt dürfte China werden. Das Milliarden-Einwohner-Land war 2010 nach den USA der zweitstärkste Markt für Rolls Royce. Dort kostet der lange Ghost 5,118 Millionen Renminbi (RMB) – rund 540.000 Euro.

Die Preise hierzulande sind dagegen eine Okkasion. Etwa 45.000 Euro mehr werden wohl unter dem Strich stehen. Der Basis-Ghost kostet derzeit 306.270 Euro. Technisch verändert sich nicht allzu viel. Es bleibt beim 6,6-Liter-V12 mit 570 PS, der den Spurt auf Tempo 100 allerdings nur noch in 5,0 statt 4,9 Sekunden erledigt.

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