Smartphone im Auto
45 Prozent der Befragten telefonieren mit Freisprecheinrichtung.
 

Ein Drittel telefoniert ohne Freisprecheinrichtung

Laut einer Umfrage telefonieren rund ein Drittel der Autofahrer ohne Freisprecheinrichtung. Mehr als die Hälfte isst und trinkt beim Lenken.

27.03.2014 APA

Gut ein Drittel der Autofahrer gibt in einer Umfrage an, beim Fahren eines Fahrzeugs zu telefonieren. Ohne Freisprechanlage ist das verboten, drei Prozent der Befragten tun das trotzdem sehr häufig, fünf Prozent häufig, acht Prozent gelegentlich und 21 Prozent immerhin noch selten, aber doch. 64 Prozent schlossen gegenüber Makam Research ein solches Verhalten klar aus.

45 Prozent nutzen Freisprecheinrichtung

Mit Freisprechanlage nutzen 45 Prozent Autofahrten für Telefongespräche, 13 Prozent sehr häufig und neun Prozent häufig. Je jünger die Führerscheinbesitzer, desto eher telefonieren sie während des Lenkens. Makam Research hat die Daten in einer Befragung von 869 repräsentativ ausgewählten Führerscheinbesitzern erhoben._apa grafik auto

Gefahr durch das Schreiben von SMS und E-Mails

Im Gegensatz zum Telefonieren wird das Verfassen von Kurznachrichten und E-Mails am Steuer viel eher als ablenkend und gefährlich eingestuft: Vier von fünf Befragten gaben an, „noch nie“ während der Fahrt eine SMS oder ein Mail geschrieben oder gelesen zu haben. 14 Prozent tun das „selten“, rund drei Prozent oft oder sehr oft und vier Prozent gelegentlich. Navigationsgeräte werden hingegen von 38 Prozent auch während des Fahrens bedient. Acht Prozent tun das sehr oft oder oft, zwölf Prozent hin und wieder, 18 Prozent selten. Häufiger hantieren jüngere und männliche Lenker am Navi.

Essen und Trinken

Gut die Hälfte der Befragten sucht beim Fahren nach diversen Gegenständen im Auto und bückt sich dabei mitunter auch. Sechs Prozent greifen oft bis sehr oft nach Essen oder Getränken, 17 Prozent tun dies fallweise, 31 Prozent selten, 46 Prozent essen oder trinken ihren Angaben zufolge nie beim Fahren. 13 Prozent rauchen am Steuer. „Musik bzw. Radio hören wird von fast allen als fester Bestandteil der Autofahrt betrachtet“, berichteten die Meinungsforscher. Fast drei Viertel der Befragten tun das „sehr häufig“, nur vier Prozent gar nicht. Zwei von fünf Lenkerinnen und Lenkern haben laut den Daten zumindest einmal während der Fahrt eine heftige Auseinandersetzung mit Beifahrern bzw. anderen Verkehrsteilnehmern gehabt. Fast nie werde hingegen ferngesehen, DVDs angeschaut, geschminkt oder Nägel lackiert.

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  • Wilhelm BENEDICT

    Seit rund 60 Jahren lenke ich Autos. Unterschiedliche Modelle (Pkw+Lkw). Da ich beruflich immer mit der Autobranche zu tun hatte. Mehr als 3 Millionen Kilometer habe ich zurückgelegt. Gott sei Dank unfallfrei!
    Seit rd. 25 Jahren telefoniere ich auch im Auto ( Die Freisprechanlage kostete damals rd. 25 Tsd. Schillinge (D-Netz).
    Bei wichtigen Gesprächen, welche volle Konzentration erfordern, halte ich einfach an. Kein Problem, man teilt dem Anrufer mit, dass man sich einen Parkplatz sucht und ruft zurück. Bei nicht so wichtigen Gesprächen, wechsle ich auf der Autobahn auf die rechte Spur und verlangsame meine Geschwindigkeit wegen der Geräuschkulisse , dann ist auch die Verständigung besser. Nach Möglichkeit verwende ich immer die Freisprecheinrichtung. Aber ich gestehe , dass wenn keine Freisprecheinrichtung vorhanden ist, ich auch ohne diese telefoniere, jedoch keine endlosen Telefonate und ohne Ablenkung vom Verkehr.
    SMS schreiben während der Fahrt ist ein Verbrechen, genau so wie Fernsehen und Zeitung lesen! Alles schon beobachtet. Häufig immer wieder beobachtete, telefonieren auch mit Freisprechanlage während der Fahrt. Da verlieren manche Verkehrsteilnehmer die Konzentration. sie fahren auf der linken Spur stur weiter und werden immer langsamer und vergessen den Verkehr um sich.
    Also, wenn ein wichtiges Gespräch, rechts ran und anhalten!

  • Ravenbird

    WO haben Sie da WEN „befragt“?
    BEOBACHTEN HÄTTEN SIE SOLLEN!

    Täglich erlebe ich Horrorszenen mit Fahrern und -innen, die mit geneigtem Kopf über die Mittellinie fahren, Beinahecrashes nur durch beherztes Anhupen und Ausweichen vermeiden und wie besoffene Stocktrottel fahren.
    Ich selbst besitze in jedem Auto eine Bluetooth Freisprecheinrichtung, die über den Autoradio (ab ca. 100 EUR zu haben) wunderbar funktioniert und von jedem Laien – wir sind ja sooo schlau – eingerichtet werden kann.
    Und warum dürfen LKW-Fahrer ungehindert quatschen??? Weil ein geisterfahrender LKW weniger gefährlich ist vielleicht? Was sitzen in unserem Parlament für Trottel?
    Führerscheinentzug für ein Jahr und Nachschulung beim HANTIEREN mit dem Handy fordere ich – schon allein deshalb, weil der Einbau und Betrieb einfacher ist als Kinder machen ;-)

    • Ravenbird

      Ich hab ganz vergessen – das Handy braucht dazu nicht mal eine Halterung, es kann im Hosensack – oder sonst wo – verbleiben. Koppeln tut es sich auch selbst, wenn einmal eingestellt.
      Wenn DAS jemand nicht schafft, dann bitte Führerschein zurückgeben. Schließlich gehört fürs Autofahren eine gewisse Intelligenz.

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