Rolls-Royce Cullinan Projekt
 

Edelstein: Rolls-Royce Cullinan

Die Fotos zeigen keinen neuen Rolls-Royce Phantom USWB – ultra short wheel base – sondern einen getarnten Prototypen des ersten Nobel-SUV.

08.04.2015 Online Redaktion

Viel zu lange hat sich Rolls-Royce darum gedrückt, verbindliche Aussagen zu einem Edel-SUV mit der legendären Emily auf dem Kühlergrill zu machen. Nach dem offenen Brief der Rolls-Royce-Verantwortlichen wird endlich etwas offener mit dem Konkurrenten für Range Rover und Bentley Bentayga umgegangen. Schon ein paar Jahre läuft das Projekt Cullinan mit amplitudenhaftem Tatendrang sowohl in der Konzernzentrale der BMW Group am Münchner Petuelring sowie am offiziellen Rolls-Royce-Standort im südenglischen Goodwood. Wirklich passiert ist bisher jedoch nur wenig.

Die Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen

Während Range Rover mit seinem Aushängeschild bereits seit 45 Jahren auf dem Markt ist und der aktuellen Generation mit dem Autobiography erst in der vergangenen Woche die Luxuskrone aufsetzte, ist die Entwicklung des Bentley Bentayga ist den letzten Zügen. Der edle Ableger von Porsche Cayenne und Audi Q7 mit Bentley-Genen soll Ende des Jahres vorgestellt werden und danach im Frühjahr 2016 auf den Markt kommen. Davon ist Rolls-Royce weit entfernt. Die Briten, die lange Jahre unter Marken-Chef Torsten Müller-Ötvös einen weiten sprachlichen Bogen um Schlamm und Dreck machten, sind nunmehr unter Druck. Nach zähem Ringen um das Design beginnen die ersten Fahrtests, bei denen es um die Grundabstimmung von Allradantrieb, Motor und grenzenlosem Rolls-Royce-Komfort geht, erst in diesen Wochen. Mit einem Marktstart des Rolls-Royce Crossovers ist nicht kaum vor 2018 zu rechnen. Bis dahin hat die Konkurrenz den ertragreichen Luxus-SUV-Markt bereits kräftig abgemolken.

Edel-SUVs aller Premiummarken

Mit diesem Zeitplan fährt der erste offizielle Geländegänger von Rolls-Royce sogar dem neuen BMW X7 und dem geplanten Maybach-SUV in die Parade, der sich die Plattform mit dem nächsten Mercedes GLS teilt. Fest scheint für den Rolls-Royce zu stehen, dass der über zwei Tonnen schwere und fünf Meter lange Luxus-Geländegänger wahlweise über aufgeladene Acht- und Zwölfzylinder, eine variable Luftfederung, verschiedenste Allradprogramme sowie über eine Hybridvariante und ggf. einen Dieselantrieb verfügen wird. Im Innern gibt es das bekannt exklusive Rolls-Royce-Ambiente mit allem nur erdenklichen Luxus. Es gibt noch viel zu tun.

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