Wer will mich?
 

E-Auto? Nein, danke!

Einer aktuellen Studie zufolge zieht nur 1 % der Neuwagenkäufer ein Elektroauto in Betracht. Klimaschutz muss trotzdem sein.

16.10.2014 Online Redaktion

Einer aktuellen Umfrage von PricewaterhouseCoopers zufolge haben die Europäer nur ein verschwindend geringes Interesse an Elektroautos. Nur 1 Prozent könnte sich vorstellen, sich als nächstes Auto ein E-Fahrzeug anzuschaffen. Für Hybride können sich immerhin 21 Prozent erwärmen. Die absolute Mehrheit mit 62 Prozent setzt aber auf einen Benziner oder Diesel.

Klimaschutz wird an Hersteller delegiert

Das heißt aber nicht, dass die Autofahrer nicht an Klimaschutz interessiert sind. Sie sind nur nicht bereit, dafür ihr eigenes Verhalten zu ändern: Vielmehr werden Innovationen von den Herstellern erwartet, die den Fahrer nicht zur Umgewöhnung zwingen, gleichzeitig aber die Umwelt schonen. So sollten die präferierten Verbrennungsmotoren möglichst sparsam sein. Mehr als 80 Prozent der Autokäufer halten das Entwickeln sparsamer Motoren für die primäre Aufgabe der Autohersteller in der Zukunft. Hingegen sind aber nur 14 Prozent bereit, im Sinne der Umwelt das Auto häufiger stehen zu lassen.

„Design im Zweifelsfall wichtiger als gute Abgaswerte“

„Die Ergebnisse zeigen: Die Verantwortung für den Klimaschutz wird an die Hersteller delegiert, beim Kauf ist das Design im Zweifelsfall wichtiger als gute Abgaswerte“, so Felix Kuhnert, Leiter Automotive in Deutschland und Europa bei PwC.

Durchschnittlich 30.000 Euro pro Neuwagen

Im Schnitt werden für ein neues Auto 30.000 Euro ausgegeben. Der Vorzeige-Stromer Tesla Model S kostet in der Basis-Version beispielsweise mehr als das doppelte. Es bleibt also die Hoffnung, dass das Interesse an E-Autos steigt, wenn mehr attraktive Modelle zu einem leistbaren Preis erhältlich sind.

Für die Studie wurden 1500 Autofahrer aus Deutschland, Frankreich und England, die planen, sich im kommenden Jahr ein neues Auto anzuschaffen, befragt.

 

Mehr zum Thema
  • Johann Lang

    Bin am Wochenende 3 Tage lang mit einem E-Auto gefahren (Nissan Leaf).
    Man fährt 1 Stunde lang.
    Und dann lädt man 10 Stunden und 30 Minuten lang.
    Reichweite mit voll geladenem Akku: 50 bis 110 km.
    Mit dem Tesla wären es 100 bis 280 km. Obwohl der ja am Papier 480 km weit fährt. Aber nur um Papier.
    Zugegeben: Die Heizung braucht viel Strom. Aber wer will beim Fahren frieren. Im Winter wäre alles noch ein bisserl schlimmer…

  • erich rosicky

    VW finde ich sehr ansprechend.
    andere el-kleinwagen finde ich als Seifenkisten!!!

    • Georg

      Renault Zoe
      Nissan Leaf
      Das sollen Seifenkisten sein?

    • Lausbub

      Ich finde VW gar nicht ansprechend. Der e-Golf und der e-Up wären ja ganz ok, wenn sie so wie der Renault ZOE auf 3 Phasen laden könnten. Wer will sich schon die 3-fache Ladedauer einhandeln?
      Für mich ist das 3-Phasen-Laden das wichtigste Unterscheidungsmerkmal bei E-Autos und essentiell für die Alltagstauglichkeit. Da das auch der Leaf und der i3 nicht können, bleibt im Endeffekt nur der ZOE übrig, wenn man sich nicht unbedingt den Tesla (mit Zusatzausstattung zweites Ladegerät) leisten will.

  • Gerhard

    Das Thema Elektroautos ist alles noch nicht ausgereift! Solange ich mit einem E- AUto nicht in einem Stück 500 Kilometer fahren kann ohne jegliche Einschränkung(Heizung, Klima,Hitze Kälte) ist das keine Thema!
    Nochdazu bei den hohen Preisen für eine so kleine Karre………..
    Alles Schwachsinn…………
    Und wer glaubt wenn der Großteil E- AUtos fahren würden ,das der Strompreis auf jetztigem Niveau bleiben würde, der irrt gewaltig!!!!

    Also wer will der kann ja, und alle anderen bleiben beim VErbrennungsmotor ;-)

    • Micha

      500 Kilometer am Stück zu fahren ist seltenst wirklich
      notwendig u.schon deshalb eine total übertriebene Forderung…aber 250km am Stück wäre schon mal was!!!
      Der Strompreis würde wegen vieler E-Autos eher nicht steigen, da der Stromverbrauch deshalb nicht gravierend ansteigen würde…..bitte sich erstmal zu informieren!!!

    • Georg

      Warum die Strompreise bei stärkerer Nachfrage nach Strom steigen sollen ist mir ein Rätsel. Das widerspricht jeglicher beobachtbarer Marktlogik, die zeigt, dass steigende Nachfrage steigende Produktion und sinkende Preise ergibt. War bis jetzt noch immer so.
      Noch dazu wären nur rund +25% Strom notwendig um alle Autos mit Strom fahren zu lassen.
      Das Elektroauto funktioniert, was fehlt ist ein bißchen mehr Akkukapazität (ist in Entwicklung, Preise fallen massiv) und mehr Schnelllademöglichkeiten. Sonst hat das E-Auto nur Vorteile. Aber das muss jeder selber entscheiden.

  • Micha

    Entweder der Sprit wird deutlich teurer oder die Akkus der E-Autos deutl.günstiger u.somit die Autos auch, dann wäre die Umfrage anders ausgefallen.
    Mit den momentan fallenden Spritpreisen ist diese Umfrage wenig sinnig, da das Umweltbewusstsein in der Mobilität vieler Bürger(man sieht es an den rollenden Statussymbolen)ohnehin nicht weit her ist.

    • Marcus

      Ehrlich gesagt löst ein E-Auto m.M.n. nicht wirklich ein Problem. Doch: unmittelbar lokal fallen keine Abgase an. Aber sonst wird mindestens die Energiemenge an Strom verbraucht, die bei kalorischer Stromerzeugung auch wieder 4 bis 10 L Treibstoffbedarf im Kraftwerk auslöst. 5L bei einem effizienten, kompakten E-Auto bei 10 – 20 °C, bei moderatem Tempo. Sobald es kühl wird, fehlt einem die Abwärme, die bei der Stromerzeugung im Kraftwerk geblieben ist – der Verbrauch steigt.
      Bei großen, schweren E-Autos ist der Verbrauch sowieso viel höher.
      Auf der Autobahn muss das E-Auto auf einmal mit der guten Effizienz aktueller Verbrennungsmotoren konkurrieren (diese hohe Effizienz kommt ja im Stadtverkehr nicht richtig zum tragen; bei konstant etwa 30 PS Dauerleistung wie auf der Autobahn spielt der Verbrenner seine 35 – 40% aber voll aus).

      Wenn ein E-Auto zu Hause solar geladen wird, müsste man eigentlich den Tages-Strom zwischenspeichern, damit man ihn am Abend, nach dem Heimkommen ins Auto laden kann. Aber wie? Es gibt Akku-Systeme für zu Hause, aber meines Wissens müssen deren Akkus alle paar Jahre getauscht werden!! Dann muss ich also nicht nur alle 6 (schlechtes E-Auto) bis 10 (gutes E-Auto) den Fahrakku ersetzen, sondern auch noch den Pufferakku zu Hause. Umwelttechnisch empfinde ich das noch nicht als ideal.

    • Georg

      Akkupreise fallen seit ein paar Jahren extrem. Neue Technologien werden gerade entwickelt. In ein paar Jahren ist das E-Auto die bessere Alternative, das zeigen alle technischen Entwicklungen in diesem Bereich.

    • Georg

      Ach ja: Die hohe Effizienz eines Verbrennungsmotors bedeutet, dass im Durchschnitt (!) also inkl. der Autobahnfahrten nur ca. 15% Wirkungsgrad übrig bleiben. Eingerechnet sind Energieverluste bei der Spritproduktion und beim Sprittransport.
      Wer Strom solar oder als Windenergie erzeugt kann damit ein Auto fahren. Gesamtwirkungsgrad ca. 75%, also 5x besser als ein Verbrennungsmotor. Dass ein Elektroauto nicht mit Strom aus Öl, Gas oder Kohle sinnvoll ist mag stimmten, aber es ist sogar immer noch energieeffizienter. Von der Menge an gefährlichen Abgasen aus Verbrennungsmotoren rede ich erst gar nicht.
      Alle Kontraargumente gegen E-Autos sind widerlegbar.
      E-Autos brauchen nur noch geringfügig bessere Akkus und das Netz an Ladestationen muss errichtet werden, dann gibt es keine sinnvolle Alternative mehr.
      Zum Preis einer Tankstelle kann man mind. 100 Stromtankstellen errichten, die niemals den Boden mit Diesel und Benzin aus lecken Tanks versauen, so wie das leider so oft passiert.

    • Marcus

      Strom ist eine extrem vielseitige, super-geniale Energieform. Strom lässt sich aber nur ganz schlecht, teuer und mit großen Umweltfolgen in einem Akku laden.
      Bei Haushaltsgeräten achten wir darauf, möglichst A+ oder A++ Geräte zu kaufen, und beim Autofahren mit Strom soll es auf einmal ok sein, Strom im großen Stil zu verfahren? Im Winter, wenn die Wasserkraftwerke weniger Wasser zur Verfügung haben, brauchen die E-Fahrzeuge sogar mehr Strom.

      Mittlerweile gibt es die Lithium-Akkus, die tatsächlich eine deutlich höhere Energiedichte haben als andere Akkuarten. Damit sind Elektroautos möglich, die 150 bis 350 km weit fahren (unter Realbedingungen). Das bedeutet, dass man im Winter mit so einem Fahrzeug 80 bis 200 km weit fahren kann. Weitere Meilensteine in der Akkutechnik sind derzeit nicht in Sicht. Langfristig gelingt vielleicht wieder mal ein großer Schritt, mittelfristig war es das aber.
      Und dann haben Sie so ein E-Fahrzeug, dessen Akku bei weitem nicht dauerhaltbar ist! Dann verbrauchen sie dasselbe Energieäquivalent in Strom (im Winter sogar deutlich mehr) und müssen ZUSÄTZLICH noch nach 6 Jahren (schlechtes E-Auto) bis 10 Jahren (gutes E-Auto) einen Riesen-Akku aus dem knappen Rohstoff Lithium ersetzen.
      Meinem technischen Verständnis nach macht es mehr Sinn, den Durchschnitts-Wirkungsgrad eines PKW bei gemischten Strecken auf das hohe Wirkungsgrad-Niveau auf der Autobahn zu heben (39 – 40% bei Atkinson Beziner oder Diesel). Einen Teil der Abwärme verwende ich sogar im Winter für die Auto-Heizung.

    • Marcus

      Die bei weitem schmutzigste Form, Auto zu fahren, ist übrigens ein E-Auto mit Atomstrom. Wenn Sie z.B. ein E-Auto in Frankreich an die Steckdose hängen, verschmutzen Sie unseren Planeten pro gefahrenem Kilometer deutlich stärker als in jedem Verbrenner-Auto.
      Wenn Sie behaupten, dass Treibstoff in der Produktion auch schon einen Wirkungsgrad hat, dann sollten Sie nicht vergessen, dass auch das Erdgas oder die Kohle jener Kraftwerke, mit denen im Winter ein größerer Teil des Stroms (z.B. für E-Fahrzeuge) erzeugt wird, gefördert und transportiert werden muss.
      Sehr wenig negative Umweltfolgen wird die Erzeugung von synthetischem Kraftstoff bei Überkapazitäten von alternativen Energieformen, z.B. Windkraftwerken, nach sich ziehen. Direkt den Strom über überlastete Netze in viel zu schwere, viel zu kleine Akkus zu laden, ist wegen der Verluste energetisch ein Nullsummenspiel (verglichen z.B. mit Benzin-Hybrid) – mit dem zusätzlichen Nachteil der Akku-Haltbarkeits-Problematik.

  • Franz A.

    Klimaschutz?
    Wovor soll man das Klima schuetzen?
    Falls man den Status Quo des Klimas erhalten will: Das wird nicht so einfach, weil die Sonne und andere Faktoren da sehr viel mehr mitspielt als wir jemals koennten.
    Will man weniger CO2-Ausstoss, ist der Ansatz beim PKW auch nicht sonderlich schlau, weil aus PKW-Auspueffen nur ein sehr kleiner Teil des vom Menschen verursachten CO2 kommt.
    Das mit dem Klimaschutz ist also IMO ein Mumpitz, bei der Wahl des Autos.

  • Johann Lang

    Was hat ein E-Auto mit Umweltschutz zu tun? Mich wundert, dass es immer noch viele Journalisten gibt, die das in einen Topf werfen.
    Zwei Punkte:
    1. Der Verbrauch in kWh muss mit etwa 3 multipliziert werden, wenn man an die Stromerzeugung, den Transport und die Speicherung (Akku) denkt. Da schaut ein E-Auto gegenüber einem Toyota Prius ziemlich alt aus.
    2. Wenn die Batterie zu erneuern ist, muss man die Kosten (und Umweltkosten) auch auf den Verbrauch aufschlagen. Denn ein Tank eines Benziners altert normalerweise nicht.
    Da kommt man dann automatisch auf einen Verbrauch eines Elektroautos, der in der Gegend von 17 bis 40 Liter Benzin auf 100 km liegt.
    Also: Nein danke.

    • Micha

      Zu Punkt gibt es gewaltigen Widerspruch:
      Ein E-Auto hat trotz Verluste im Netz usw. einen deutlich höheren Wirkungsgrad bei dem derzeitigen Strommix.
      Ich fahre ohnehin mit überwiegend eigenerzeugtem Solarstrom……

pixel