Ford Fiesta statisch vorne rechts rot
Ford Fiesta: laut.
 

Rote Autos sind lauter als weiße

Das CAR-Institut in Duisburg hat eine Studie zur subjektiven Farbwahrnehmung veröffentlicht.

30.07.2013 Online Redaktion

Kilometerlange Lärmschutzmauern – umsonst. Aufträge in Millionenhöhe an regierungsnahe Firmen – in den Sand gesetzt. Die Lösung ist so einfach: Verbietet rote Autos! Und grüne! Das CAR Institut der Universität Duisburg-Essen hat zusammen mit Ford eine Studie veröffentlicht, derzufolge Autos mit schrillen Farben lauter wahrgenommen werden.

Ein Dudenhöfer-Experiment über die Geräuschwahrnehmung

In einem Experiment wurden 250 Probanden gebeten, die Geräuschwahrnehmung von Autos anhand einiger Variablen zu beschreiben, von „aggressiv oder sanftmütig“ bis „sportlich oder träge“. Was die Teilnehmenden nicht wussten: Alle Autos waren baugleich. Ford Fiesta Titanium mit identen Reifen und Motoren und konstanter Geschwindigkeit. Nur die Farben waren unterschiedlich, von ruhigem Weiß bis Grasgrün.

Das Ergebnis zeigte sehr deutlich, dass Menschen rote und grüne Autos lauter wahrgenommen werden als weiße und silberne. Der Klang von roten und schwarzen Fahrzeugen wird außerdem als kraftvoller und sportlicher wahrgenommen. Silberne Autos hingegen klingen träge und schwach. Nebenbei klingen Autos, die den persönlichen Geschmack treffen, leiser und angenehmer. Die Ergebnisse lassen sich durch die Geräuschassoziationen erklären, die wir mit den Farben verbinden. Es ist also kein Zufall, dass Elektroautos wie der Renault Zoe oder der Nissan Leaf in leichten weiß- und Blautönen beworben werden: Dadurch werden sie noch leiser.

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